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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
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513
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Halbmetalle. ziz

?. 8. feiner Sastor, k. k. 8. der feinste Sassor. Sastoraber (L-ssem) ist nichts anders, als ein calcinirter Cobolt.Man vermengte denselben ehedem mit drey Theilen Quarz,ißt aber ist er gemeiniglich rein.

§. 90.

Quecksilber, kicreuriu, VIVU8, /ir§entum vivum,bt>cIr?>i-A>-rum, tz.

Das Quecksilber, dieser wunderbare Körper, ist einschweres, stößiges, jedoch die Hände nicht naßmachendes,weißes, glänzendes, und im Feuer flüchtiges Halbmetall.Wciln ">"» von stlner ungemeinen Schwere, nach welcheres gleich hinter dem Golde steht, ud von s-.'.nc Vr.flürhrl-gung im Feuer abgeht, so hat man eben keinen Grund, un-ter die metallischen oder halbmetallischen Körper es zu se-Hen: indessen kann man es doch nicht füglicher anderswo-hin, als unter die Halbmetalle bringen, als mit welchen esdie Flüchtigkeit im Feuer gemein hat. Es amalgamirt sichmit den meisten Metallen und Halbmetallen, jedoch immermiteinem leichter, als mit dem andern ^). Man findetdasselbe in der Erde theils rein, in Erden (S. 84.) undSteinen steckend, theils auch mit Schwefel vererzct. Je-nes läuft bisweilen in den Quecksilbergrubcn in ziemlicherMenge zusammen, und wird sodann Jungsern.-Quecksilber( virAineus) genannt. Die vornehmsten Quecksilbcrgru-bcn sind in Ungarn, Japan, Sina,America, Spanien, Hy«dria und in der Pfalz. Man hat auch hin und wieder inTeurschland, besonders am Bloksberge, auf dem Harze undim Hohnsteinischen, sowohl vom Jungsern.Quecksilber alsvon Quecksilbererden und Zinnober Spuren entdeckt. BeyErfurt fand ein Arbeiter vor einigen Jahren in einem Gra-ben, den er zu Brunkreßpstanzen ausstach, ohngefähr eini-ge Hände voll Quecksilber, welches aus der Gartenerde zu-jammenlief« H.91.

68) Von einem Natürlichen ziges Beyspiel in einer Sahlber«Amalgams, und zwar mit Sil- zischen Grube gefunden,der, hat man bisher nur ein ein-

Vogels Mmeralsyst. K k