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Halbmetalle.
Anhang von der Platina.
§. s;.
Da noch viele in den Gedanken stehen möchten, daßdie vor einigen Jahren aus dem Spanischen America her-ausgebrachte Placina, welche sich bey Quito auf dem stachenLande häufig zerstreuet finden soll, ein wahres Metall oderHalbmetgll von ganz besonderer Beschaffenheit sey, ohne»achtet Herr Lllarggraf solche ohnlängst für ein gemischtesMinerale, daraus Gold ausgezogen worden, ausgegeben hat;so habe ich vor nöthig befunden, solcher hier noch zu geben-ken, ob ich gleich des Herrn N 7 arggrafs Meynung voll-kommen zugethan bin. DiePIatina ist also ein weißer kör-m'chter metallischer Körper, der beynahe so schwer ist, wieGold, ja in seiner Reinigung besten Schwere noch übersteigt.Er läßt sich nur wenig Hammern, und ist so schwerfiüßig,daß man ihn für sich noch in keinen rechten Fluß, auch durchdas stärkste Glüfeuer, hat bringen können; mir andern Me-tallen und Halbmecallen aber schmelzt er leicht, und machetsie minder biegsqm, besonders mit dem Arsenic. Er weichtweder vor dem Bley noch vor dem Spießglase. Vom Bleybleibt allemal etwas dabey auf der Capelle zurück. Er läßtsich nur wenig hämmern. Im Goldscheidewaster wird er-ufgelöset.
Diese Eigenschaften haben Herr Schäffcr in den Ab-handl. der Schweb. Acad. der Wistensch. für das Jahri7;2.und Herr Lsvpis in den kbil. 'chranlaA. 1754. 1 .48. II. u. f,hekannt gemacht ^°). Herr Marggruf aber, der diesen
Kk z Körper
70) Ein Ungenannter hat diese l'or blanc on le knitieme kletal,Abhandlungen und einige andere rccuei! <i'erperiences kaltes skleine Aufsähe, als ein paar Brie- I-oncircs er cn 8nec!c ssir „nefe des Herrn Warfon an Herrn nonvclie kubliance menilliguxBvse, und des Herrn Wood und -in ?crou, czui s le poicls ct lqBrounrigg Erfahrungen, aus tmitc cic l'Or. 1758. in 12. Herrden Transactionen, zu Paris über- Rrunitz hat auch die Nachrich-sehek und zusammendrucken lassen, tcn von der Platina i,n Hamh.unter dem Titel: l'Iakine 0» Magaz. P. 22. gesammlcs.