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Practisches Mineralsystem / entworfen von Rudolf Augustin Vogel
Entstehung
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516
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5l6 Halbmetalle.

vorgeleget, allmählig ins Glüen, halt damit eine Stundelang a», und legt auch iy der letzter» halben Stunde glüen»de Kohlen oben auf den Sand. Wenn die Retorte cckal»tet ist, wird an den Hals derselben geklopfet, damit -dl-großen anhängenden Quecksilbcrtropfen herunter ins Was.ser fallen; die kleinern kehret man inir einer Feder hinein,Das Wasser wird hierauf abgegossen, das Quecksilber ge»trocknet und auf einer Wage in einem gläsernen Gefäßeabgewogen, wo die gemeinen Quentlein Probirpfunde be,deuten werden.

Bey demjenigen geschwefelten Quecksilbern;s, welchesjn einem talkartigen Gesteine liegt, ist kein Zusatz als einEntbindungsmittel nöthig, weil der Kalk eben sowohl, wieEis« »seile, die Trennung des Quecksilbers von Schwefelbewirket.

Das Quecksilber kann auch fast mit eben der Verrichttung, wie das Spießglos, aus seinem Gesteine gebracht wer,den: diese Probe fallt aber nicht so richtig auö, wie jene,weil hier leicht etwas vorn Quecksilber kann verloren gehen,

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Geschwefeltes Quecksilbererz auf Zinnober zu probiern,

Die Probe eines geschwefelten Quecksilbcrerzes auf Zin.vober zu machen, wird eine Sublimation desselben in einemgläsernen Kölbcbcn, das in die Sandcapelle oder in eineplSchmelztt'egel gesetzrt und in den Windofen gebracht wird,erfordert, und das Erz vorher zu Pulver gemacht, DepZinnober leget sich sodann beym Glüen der Gefäße in demKolben, welcher mir einem papiernen Stöpsel zugestopftwird, als ein derber Ring an. Wenn alles erkaltet ist,wird der Kolbe zerschlagen, der Zinnober gewogen, und dieRechnung nach dem eingewogenen Erze gemacht.

Anhang