Band 
Erster Band.
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Die dem Aequalor nahe Gebirgsgegend hat einenanderen nicht genugsam beachteten Vorzug: es ist der Theilder Oberfläche unsres Planeten, wo im engsten Raumedie Mannigfaltigkeit der Natureindrücke ihr Marimumerreicht. In der tiefgefurchten Andeskette von Reu-Granadaund Quito ist es dem Menschen gegeben, alle Gestaltender Pflanzen und alle Gestirne des Himmels gleichzeitigzu schauen. Ein Blick umfaßt Heliconien, hochgefiedertcPalmen, Bambusen, und über diesen Formen der Tropen-welt : Eichenwälder, Mespilus-Arten und Dolden-Gewächse,wie in unserer deutschen Heimath; ein Blick umfaßt daSsüdliche Kreuz, die Magelhanischeu Wolken und die lei-tenden Sterne deS Bären, die um den Nordpol kreisen.Dort offnen der Erde Schvoß und beide Hemisphären desHimmels den ganzen Reichthum ihrer Erscheinungen undverschiedenartigen Gebilde; dort sind die Klimate, wie dudurch sie bestimmten Pflanzcn-Zonen schichtcnweise übeneinander gelagert; dort die Gesetze abnehmender Wärme, denaufmerksamen Beobachter verständlich, mit ewigen Zügelin die Felsenwände der Andeskette, am Abhänge deS Gcbirges, eingegraben. Um diese Versammlung nicht miIdeen zu ermüden, die ich versucht habe° in einem cigenciWerke über die Geographie der Pflanzen bildlickdarzustellen, hebe ich hier nur einige wenige Erinnerungeiaus demNaturgemälde der Tropengegend" hervor. Warin dem Gefühle umrißlos und duftig, wie Berglust, vcrschmilzt, kann von der, nach dem Causalzusammenhan,der Erscheinungen grübelnden Vernunft nur in einzelnElemente zerlegt, als Ausdruck eines individuellen Natmckarakters, begriffen werden. Aber in dem wissenschaftliche!