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Erster Band.
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Namen KiS/uo;. wie bei fern Hesychius x i,\uo: eine kretischeWaffenrüstung bedeutet. Die Nömer baden, bei Einführungder philosophischen Kunstsprache der Griechen, ganz wie diese daS,mit xi<s,uo f (Frauenschmnck) ursprünglich gleichbedeutende Wortmundiis zur Welt und znm Weltall umgestempelt. Enninsscheint zuerst diese Neuerung gewagt zu haben; er sagt »acheinem Fragmente, das uns Maerobius < Sät. VI, 2.) in seinemHader mit Virgil aufbewahrt hat:Mundus cocli vastusconstitit silenlio, wie Cicero :quem nos luccntcm mun-dum vocamus (Timaeus s. dc univ. cap. 10.). Die Sanskrit-Wurzel mand, von der Pott (Ctym. Forsch. Th. I. S. 2-10) daslateinische mundus ableitet, vereinigt beide Bedeutungen vonglänzen und schmücheu. 1.0k a ist im Sanscrit Welt undMenschen, wie das französische mund«, und stammt, »achBopp, von 16k, sehen und leuchten, her; auf ähnliche Weise bedeu-tet das slavische swjet (Grimm, Deutsche Gramm . Bd. >>>.S. 304) Licht und Welt. Das letzte Wort, dessen wir unsheute bedienen, althochdeutsch wöralt, altsächsisch worold, angel-sächsisch veruld, bezeichnet nach Jacob Grimm ursprünglich bloß..den Zeitbegriff, saeculum (Menschenalter), nicht den räumlichenmundus". Bei den Tnskern war der offene mundus ein umge-kehrtes Gewölbe, das seine Kuppel nach unten, gegen die Unter-welt hin, kehrte und dem oberen Himmelsgewölbe nachge-bildet war (Otfr. Müller, Etruöker Th. II. S. 96, 98 und143). Die Welt im engeren tellurischen Sinne erscheint im Gothi-schen als der vom Meer (maroi, meri) umgürtete Erdkreis,als merigard, ein Meergarten.

10 (S. 63.) Ueber den Ennins s. die scharfsinnigen Unter-suchungen von Leopold Krahner in dessen Grundlinien zurGeschichte des Verfalls der römischen Staats-Religion>837 S. 4145. Wahrscheinlich schöpfte Ennins nickt aus denEpicharmiscken Stücken selbst, sondern aus Gedichten, die unterdem Namen des Epicharmus und im Sinne seines Systems ge-schrieben waren.

11 (S. 64.) Gell. JNoct. att. V, 18.

12 (S. 71.) Schelling's Bruno über das göttliche und natürlichePrincip der Dinge, S. 181.