Band 
Erster Band.
Seite
92
JPEG-Download
 

Vergleicht man den Weltraum mit eine», der inscl-reichen Meere unseres Planeten, so kann man sich die Materiegruppenweise vertheilt denken: bald in unauflöslicheNebelflecke von verschiedenern Alter, um einen oder um meh-rere Kerne verdichtet, bald schon in Sternhaufen oder isolirteSporadcn geballt. Unser Sternhaufen, die Weltinsel, zuder wir gehören, bildet eine linsenförmig abgeplattete, überallabgesonderte Schicht, deren große Are zu sieben- bis achthun-dert, die kleine zu hundert und fünfzig Siriusweiten geschätztwird. In der Boraussetzung, daß die Parallare des Siriusnicht größer ist als die genau bestimmte des glänzendsten Ster-nes im Centaur (0", 9128), durchläuft das Licht eine Sirius-weite in drei Jahren, während aus Bessel's vortrefflicherfrüheren Arbeit' über die Parallare deö merkwürdigen OlstenSternes im Schwan (ü",3483), dessen beträchtliche eigeneBewegung auf eine große Nähe hätte schließen lassen, folgt,daß von diesem Sterne das Siebt zu uns erst in 9'., Jah-ren gelangt. Unsere Sternschicht, eine Eckeibe von geringerDicke, ist zu einem Drittel in zwei Arme getheilt; manglaubt, wir stehen dieser Theilung nahe, ja der Gegeilddes Sirius näher als dem Sternbild deS Adlers, fast inder Mitte der körperlichen Ausdehnung der Schicht, ihrerDicke oder kleinen Are nach.

Dieser Ort unsres Sonnensystems und die Gestaltungder ganzen Linse sind aus Stern-Aichungen, d. h. ausjenen Sternzählungen geschlossen, deren ich oben bereitserwähnte uns die sich aus gleich große Abtheilungen desteleScopischcn Gesichtsfeldes beziehen. Die zu- und abneh-mende Sternmengc mißt die Tiefe der Schicht nach ver-schiedenen Richtungen hin. So geben die Aichungen die