Band 
Erster Band.
Seite
193
JPEG-Download
 

193

neuesten Ansichten sie isovynamischen, vornehmlich sie, welchedie Horizontal-Krast bezeichnen, als diejenigen, welcheder Theorie des Erdmagnetismus ^ die fruchtbringendstenElemente darbieten. Am frühesten ist durch Beobachtungdie Thatsache erkannt-' worden, daß die Intensität derTotallraft vom Aequator gegen die Pole hin zunimmt.

Die Kenntniß des Maaßes dieser Zunahme und dieErgründung aller numerischen, den ganzen Erdkörper um-sassenden Berhältnisse des Jntensttätsgesetzes verdankt manbesonders seit dem Jahre 1819 der rastlosen Thätigkeit vonEdward Sabine , welcher, nachdem er am amerikanischenNordpol , in Grönland , in Spitzbergen , an den Küstenvon Guinea und in Brastlien dieselben Nadeln hat schwin-gen lassen, fortwährend alles sammelt und ordnet, wasdie Richtung der isod» nami scheu Linien aufklären kann.Den ersten Entwurf eines isodynamischen Systemes, in Zo-nen getheilt, habe ich selbst für einen kleinen Theil vonSüdamerika geliefert. Es sind diese Linien nicht den Liniengleicher Neigung parallel; die Intensität der Kraft ist nicht,wie man anfangs geglaubt hat, am schwächsten auf demmagnetischen Aequator, sie ist nicht einmal gleich auf allenTheilen desselben. Wenn man Erman's Beobachtungenim südlichen Theile des atlantischen OeeanS, wo eineschwächende Zone sich von Angola über die Insel St. Helena biö an die brasilianische Küste (0,706> hinzieht,mit den neuesten Beobachtungen des großen SeefahrersJameS Clark Roß vergleicht, so findet man, daß an derOberfläche unsres Planeten die Kraft gegen den magneti-rischcn Südpol hin, da wo das Victoria-Land sich vomEap Crozier gegen den 11600 Fuß hohen, aus dem Eise

"31. iv H u in t'oldl. iUfniesv \ 'S