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Erster Band.
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in oen Beschreibungen gewöhnlich nur bei dem letzteren,dem friedlicheren Zustande, in dem sie Jahrhunderte langbeharren, verweilt wird. Die Entstehung der Salsen istdurch Erdbeben, unterirdischen Donner, Hebung einer gan-zen Länderstrccke und einen hohen, aber aus eine kurzeDauer beschränkten Flammenauöbruch bezeichnet. Als aufder Halbinsel Abscheren, am caspischen Meere, östlich vonBaku , die Salse von Jokmali sich zu bilden anfing (27 Nov.1827), loderten die Flammen drei Stunden lang zu eineraußerordentlichen Höhe empor; die nachfolgenden 20 Stun-den erhoben sie sich kaum 3 Fuß über den schlammauSwer-fenden Krater. Bei dem Dorfe Baklichli, westlich vonBaku , stieg die Feuersäule so hoch, daß man sie in sechsMeilen Entfernung sehen konnte. Große Felsblöcke, derTiefe entrissen, wurden weit umhergeschleudert. Diese findetman auch um die gegenwärtig so friedlichen Schlammvul-kane von Monte Zibio, nahe bei Sassuolo im nördlichenItalien . Der Zustand des zweiten Stadiums hat sich überJahrtausende in den von den Alten beschriebenen Sal-sen von Girgcnti (den Macalubi) in Sicilien erhalten.Dort stehen, nahe an einander gereihet, viele kegelförmigeHügel von 8, 10, ja 30 Fuß Höhe, die veränderlich ist,wie ihre Gestaltung. Aus dem oberen sehr kleinen undmit Wasser gefüllten Becken fließt, unter periodischer Ent-wickelung von Gaö, lcttiger Schlamm in Strömen herab.Dieser Schlamm ist gewöhnlich kalt, bisweilen (auf derInsel Java bei Damak in der Provinz Samarang ) vonhoher Temperatur. Auch die mit Geräusch ausströmendenGaSarlcn sind verschiedenartig: Wasserstvffgas mit Naph-lba gemengt, Kobleniäure und, wie Parrot und ich