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an Den alten, untee so vielerlei Formen immer wieverkehren-Den Muthen der Geognosie zu ergötzen. Wenn wirVulkane als unregelmäßig iutermittirende Quellenbetrachten, die ein flüssiges Gemenge von orydirten Me-tallen, Alkalien und Erden ausstoßen, sanft und stille fließen,wo dieS Gemenge, durch den mächtigen Druck der Dämpfegehoben, irgendwo einen Ausgang findet; so erinnern wiruns unwillkührlich an Platon's geognostische Phantasien,nach denen die heißen Quellen, wie alle vulkanischen Feuer-ströme, Ausflüsse des Pyriphlegethou einer im In-neren deS ErdkörpcrS allgegenwärtigen Ursache, find.
Die Art der Vertheilung der Vulkane auf der Erd-fläche, unabhängig von allen klimatischen Verschiedenheiten,ist sehr scharfsinnig und charakteristisch auf zwei Classenzurückgeführt worden: auf Central - und Reihen-Vul-kane, „je nachdem dieselben den Mittelpunkt vieler, fastgleichmäßig nach allen Seiten hin wirkender Ausbrüchebilden, oder in Einer Richtung, wenig von einander ent-fernt, liege», gleichsam als Essen auf einer langgedehntenSpalte. Die Reihenvulkane find wiederum zweierlei Art.Entweder erheben sie sich als einzelne Kegel - Inseln vondem Grunde deS Meeres, und eS läuft ihnen meist zurSeile, in derselben Richtung, ein primitives Gebirge, dessenFuß sie zu bezeichnen scheinen; oder die Reihenvulkanestehen auf dem höchsten Rücken dieser Gebirgsreihe undbilden die Gipfel selbst." % Der Pie von Teneriffa z. B.ist ein Centralvulkan, der Mittelpunkt der vulkanischenGruppe, von welchem die Ausbrüche von Palma undLancerote herzuleiten sind. Die lange, mauerarlig fort-laufende, bald einfache, bald i» zwei und drei parallele