nördlichen Apenninen sind, nach ihrer Umwandlung, ineinem neuen, oft glänzenden Gewände schwer zu erkennen.Der Glaube an die Metamorphose hat sich erst befestigenkönnen, seitdem es geglückt ist, den einzelnen Phasen derVeränderung schrittweise zu folgen, und durch directe chemischeVersuche, bei Verschiedenheit des Schmelzgrades, des Druckesund der Zeit des Erkaltenö, den Jnductionsschlüffen zuHülse zu kommen. Wo nach leitenden Ideen 28 daö Stu-dium chemischer Verbindungen erweitert wird, kann auchaus den engen Räumen unsrer Laboratorien sich ein hellesLicht über das weite Feld der Geognosie, über die großeunterirdische, Gestein bildende und Gestein umwandelndeWcrkstätte der Natur verbreiten. Der philosophische Forscherentgeht der Täuschung scheinbarer Analogien, einer klein-lichen Ansicht der Naturprocesse, wenn er ununterbrochendie Complication der Bedingungen im Auge hat, welchemit ihrer intensiven, ungemcssenen Kraft in der Urweltdie gegenseitige Wirkung einzelner uns wohlbekanntenStoffe modificiren konnten. Die unzersetzten Körper habengewiß zu allen Zeiten denselben Anziehungskräften gehorcht;und da, wo jetzt Widersprüche sich finden, wird (cS istmeine innigste Ueberzeugung) die Chemie meist selbst dennicht in gleichem Maaße erfüllten Bedingungen auf die Spurkommen, welche jene Widersprüche erzeugten.
Genaue, große Gebirgsstrecken umfassende Beobachtun-gen erweisen, daß daö Eruptionsgestein nicht als einewilde, gesetzlos wirkende Macht auftritt. In den entfern-testen Weltgegenden sieht man oft Granit, Basalt oder dasDioritgestein bis in die einzelnsten Kraftäußerungen gleich-mäßig auf die Schichten des Thonschiefers und des sichten