•280
noch dünne Rinde des Planeten, öfter durch Erdstöße er-schüttert, bei Volnmveränderung im Erkalten zerklüftetund gespalten, mehrfache Verbindungen mit dem Inneren,mehrfache Auswege für aufsteigende, mit Erd- und Metall-stoffen geschwängerte Dämpfe darbot. Die den Sahlbändernparallele, lagenweise Anordnung der Gemengthcile, dieregelmäßige Wiederholung gleichnamiger Lagen zu beidenSeiten (im Hangenden und Liegenden des Ganges ), jadie drusenförmigcn langgedchnten Höhlungen der Mittebezeugen oft recht unmittelbar den Plutonischen Proceß derSublimation in den Erzgängen. Da die durchsetzendenneueren Ursprungs als die durchsetzten sind, so lehrendie Lagerungsverhältnisse des Porphyrs zu den Silbererz-Formationen, daß diese in dem sächsischen Erzgebirge , alsoin dem wichtigsten und reichsten Erzgebirge Deutschlands ,zum wenigsten jünger alö die Baumstämme des Stein-kohlengebirgeö und des Rothliegenden sind/''
AlleS, was mit unsern geologischen Vermuthungenüber die Bildung der Erdrinde und die Umwandlung derGebirgsarten zusammenhängt, hat ein unerwartetes Lichtdadurch gewonnen, daß man den glücklichen Gedanken''"gehabt hat, die Schlackenbildung in unseren Schmelzöfen mitder Entstehung natürlicher Mineralien zu vergleichen, undkünstlich diese aus ihren Elementen wiederum zusammen-zusetzen. Bei allen diesen Operationen wirken dieselbenVerwandtschaften, welche in unsern Laboratorien wie indem Schooße der Erde die Zusammensetzung chemischerVerbindungen bestimmen. Der wichtigste Theil der ein-fachen Mineralien, welche sehr allgemein verbreitete plu-tonische und vulkanische Eruptionsgesteine, wie die durch sie