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Erster Band.
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Breite von Rhodos , in der Richtung von den Säulendes Hercules bis Thinä. Das ist die Linie, welche manden Parallel des Diaphragma deö DicäarchuSnannte und über deren astronomische Richtigkeit der Lage,die ich an einem andern Orte untersucht, man mit Rechterstaunen muß'. Strabo , wahrscheinlich durch Eratvsthenesgeleitet, scheint so überzeugt gewesen zu sein, daß dieserParallel von 36", als Marimum der Ausdehnung in derihm bekannten Welt, einen inneren Grund der Erdgestal-tung habe, daß er das Festland, welches er prophetischin der nördlichen Halbkugel zwischen Jberien und der Küstevon Thinä vermuthete, cbensalls unter diesem Breitengradeverkündigte. 8

Wenn, wie wir schon oben bemerkt, aus der einenHalbkugel der Erde (man mag dieselbe durch den Aequatoroder durch den Meridian von Teneriffa halbiren) beträcht-lich mehr Land sich über den Meeresspiegel erhoben hatals aus der entgegengesetzten; so haben die beiden großenLändermassen, wahre vom Ocean aus allen Seiten umgebeneInseln, welche wir die östliche und westliche Feste, denalten und neuen Conti nent nennen, neben dem auf-sallendsten Contraste der Totalgestaltung oder vielmehr derOrientirung ihrer größten Aren doch im einzelnenmanche Achnlichkeit der Configuration, besonders der räum-lichen Beziehungen zwischen den einander gegenüberstehendenKüsten. In der östlichen Feste ist die vorherrschende Richtung,die Lage der langen Are, von Osten gegen Westen (bestimm-ter von Südwcst gen Nordost), in der westlichen Feste abervon Süden nach Norden, meridianartig (bestimmter vonSSO nach NNW). Beide Ländermassen sind im Norden