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Erster Band.
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wirklich um 10 Uhr Morgens geringer sei als um 4 UhrNachmittags, so daß die Wcndcstunden ihren Einfluß miteinander vertauschen, ist ans Parry's Beobachtungen im Ha-fen Bowcn (73° 14') keinesweges zu schließen.

Die mittlere Barometerhöhe ist, wegen des aufsteigen-den Luftstroms, unter dem Acquator und überhaupt unterden Wendekreisen ctwaS geringer'' als in der gemäßigtenZone; sie scheint ihr Marimum im westlichen Europa inden Parallelen von 40° und 45° zu erreichen. Wenn manmit Kämt; diejenigen Orte, welche denselben mittleren Unter-schied zwischen den monatlichen Barometer-Ertremendarbieten, durch isobarometrische Linien mit einanderverbindet, so entstehen dadurch Curven, deren geographischeLage und Krümmungen wichtige Aufschlüsse über den Ein-fluß der Ländcrgcstaltung und Meerverbreitung auf dieOscillationen der Atmosphäre gewähren. Hindustan mitseinen hohen Bergketten und triangulären Halbinseln, dieOstküste des Neuen Continents, da >vo der warme Golfstrombei Neufundland sich östlich wendet, zeigen größere isobarv-metrischc Schwankungen als die Antillen und das westlicheEuropa . Die herrschenden Winde üben den hauptsächlich-sten Einfluß auf die Berminderung des Luftdrucks aus;dazu nimmt mit derselben, wie wir schon oben erwähnt, nachDaussv, die mittlere Höhe des Meeres ju. 55

Da sie wichtigsten sowohl, nach Stunden und Jahres-zeiten regelmäßig wiederkehrenden, als die zufälligen, oftgewaltsamen und gefahrbringenden^' Veränderungen desLuftdrucks, >vie alle sogenannten Wittcrnngs-Erschei-nungen, ihre Hauptnrsach in der wärmenden Kraft derSonnenstrahlen haben; so hat man früh, zum Theil nach

A v. ^»unN'vldr. Kvk'mvk«. 22