Band 
Erster Band.
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und der Cocospalme zu AnanaS, Zuckerrohr, (Sasse, fruckl-lragcnden Dattelbäumcn, Baumwolle, Citronen, Oelbaum,ächten Kastanien, trinkbarem Weine herabsteigt; so lehrtdie genaue geographische Betrachtung der Culturgrenzengleichzeitig in der Ebene und an dem Abhänge der Berge,daß hier andere klimatische Verhältnisse als die mittlereTemperatur des Jahres wirken. Um nur des einzigen Bei-spiels des Weinbaues zu erwähnen, so erinnere ich, daß, umtrinkbaren äßeirt hervorzubringen, nicht bloß die JahreS-wärnic 9 01 / 2 übersteigen, sondern auch einer Wintermildevon mehr als Z- 0°,5 eine mittlere Sommertemperatur vonwenigstens 18° folgen muß. Bei Bordeaur am Flußthalder Garonne (Br. 44° 500 sind die Temperaturen desJahres, des Winters, des Sommers und des Herbstes13°,8; 6°, 2; 21",7 und 14°, 4 . In den baltischen Ebenen(Br. 52 01 / 2 ), wo ungenießbare Weine erzeugt, und doch ge-trunken werden, sind diese Zahlen 8°,6; 0°,7; 17°,6 und8°,6. Wenn es befremdend scheinen kann, daß die großenVerschiedenheiten, welche die vom Klima begünstigte odererschwerte Weincultur zeigt, sich nicht noch deutlicher inunserenThermometerangaben offenbaren; so wird dieseBefrem-dung durch die Betrachtung vermindert, daß ein im Schattenbeobachtetes gegen die Wirkungen der directen Insolationund nächtlichen Strahlung fast geschütztes Thermometer nichtin allen Theilen des Jahres bei periodischen Wärmeverän-derungen die wahre oberflächliche Temperatur des die ganzeInsolation empfangenden Bodens anzeigt.

Wie das milde, jahrzeitengleicherc Küftenklima derHalbinsel Bretagne sich zum wintcrkälteren und sommer-heißeren Klima der übrigen compacten Ländermasse von