nati oneilcn Charakter " Der Sprachen, über Das,was die Abstammung scheint herbeigeführt zu habe». Wiein allen Gebieten idealer Speculativn, steht aber auch hierdie Gefahr der Täuschung neben Der Hoffnung einer reichenund sicheren Ausbeute.
Positive ethnographische Studien, durch gründlicheKenntniß der Geschichte unterstützt, lehren, daß eine großeVorsicht in dieser Vergleichung der Völker, und der Sprachen,welcher die Völker sich zu einer bestimmten Zeitepoche bedien-ten, anzuwenden sei. Unterjochung, langes Zusammenlebcit,Einfluß einer fremden Religion, Vermischung Der Stämme,wenn auch oft nur bei geringer Zahl der mächtigeren undgebildeteren Einwanderer, haben ein in beiden Cvntineiltensich gleichmäßig erneuerndes Phänomen hervorgerufen: daßganz verschiedene Sprachfamilien sich bei einer und DerselbenRace, daß bei Völkern sehr verschiedener Abstammung sichIdiome desselben Sprachstammes finden. Asiatische Welt-eroberer haben am mächtigsten auf solche Erscheinungen ein-gewirkt.
Sprache ist aber ein Theil der Naturkunde desGeistes; und wenn auch die Freiheit, mit welcher derGeist in glücklicher Ungebundenheit die selbstgewählten Rich-tungen, unter ganz verschiedenartigen physischen Einflüssen,stetig verfolgt, ihn der Erdgewalt mächtig zu entziehenstrebt, so wird die Entfesselung doch nie ganz vollbracht.Es bleibt etwas von dem, was den Naturanlagen auö Ab-stammung, dem Klima, der heiteren Himmelsbläue, oder einertrüben Dampfatmosphäre der Inselwelt zugehört. Da nunder Reichthum und die Anmuth deö Sprachbaues sich ausdem Gedanken wie auö des Geistes zartester Blüthe entfalte»,