Band 
Erster Band.
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besonders aufmerkn»» auf jene., Erscheinung in unsern »ördlicbenBreiten gewesen bin. Auch ick babc immer geglaubt, daß dasTlnerkreiSlicht rvtire; aber ich nahm an, daß es sich mit be-trächtlich zunehmender Helligkeit ganz bis zur Sonne erstrecke(gegen Poisson's Aeußerung, die Sie mir mittheilen). Den lichte»Kranz, der sich bei totalen Sonnenfinsternissen um die verfinsterteSonne zeigt, habe ich für diesen glänzendsten Theil des Zodiacal -lichts gehalten. Ich habe mich überzeugt, daß dieses Licht in ein-zelnen Jahren sehr verschieden, oft mehrere Jahre hinter einandersehr hell und ausgedehnt, oft auch, in anderen Jahren, gar nichtwahrzunehmen ist. Die erste Spur vom Dasein des Zodiacallichtsglaube ich in einem Briefe von Roth mann a» Tvcho zu bemerken,der diesem meldet, er habe im Frühjahr die Tiefe der Sonneunter den: Horizont, bei Ende der Abenddämmerung, 24° gefunden.Gewiß hat Nothmann das Verschwinden des untergehenden Thier-kreislichtes in den Dünsten des Abend-Horizonts mit dem wirk-lichen Ende der Abenddämmerung verwechselt. Aufwallungen habeich selbst, vermuthlich wegen der Schwäche, womit in unser» Ge-genden das Zodiacallicht erscheint, durchaus nicht bemerken können.Sie haben aber gewiß Recht, wenn Sie dergleichen schnelle Licht-veränderungen himmlischer Gegenstände, die Sie in dem Tropen-Klima wahrgenommen, unserer Atmosphäre, vorzüglich den hohenRegionen derselben, zuschreiben. Das zeigt sich am deutlichstenin den Schweifen großer Cometen. Oft sieht man, besonders beidem heitersten Wetter, in diesen Schweifen Pulsationen, die vomKopfe des Cometen, als dem niedrigsten Punkte, anfangen, undin 1 oder 2 Secunden den ganzen Schweif durchzittern, wobeisich dann der Schweif schnell um einige Grade zu verlängern undgleich wieder zu verkürzen scheint. Daß diese Aufloderungen, aufdie ehemals Robert Hooke und in neueren Zeiten Schrvter undChladni sehr anfmerksam waren, nicht in dem Cometen-schweife selbst vorgehen, sondern dnrch unsre Atmosphärehervorgebracht sind, wird klar, wenn man bedenkt, daß die einzelnenTheile der (mehrere Millionen Meilen langen) Cvmetenschweifein sehr verschiedenen Abstände» von uns liegen, und daßdas Licht von ihnen nur in Zeiträumen zu uns gelangen kann,die um mehrere Minuten von einander verschieden sind. Ob, wasSie am Orinoco , nicht in Intervallen von Secunde», sondern von