Band 
Zweiter Band.
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pfuintasuTcuteii Sprache) zeigt sich groß i» der todten Natututurwie in der lebendigen, im wilden Kampf der Elemente ww wieim stillen Treiben der organischen Entfaltung. Bei d d derallmäligen Auflösung der römischen Weltherrschaft vevcver-schwinden freilich nach und nach, in den Schriften jennienertraurigen Zeit, die schöpferische Kraft, die Einfachheit unnundReinheit der Diction; sie verschwinden zuerst in den latatatei-nischcn Ländern, später auch in dem griechischen Ostetei'te».Hang zur Einsamkeit, zu trübem Nachdenken, zu innererercrVersenkung deS Gemüths wird sichtbar; sie wirkt gleichzcititeitigauf die Sprache und auf die Färbung des Stpls.

Wenn sich auf einmal etwas neues in den Gefühlylhlcnder Menschen zu entwickeln scheint, so kann fast innnmnnerein srüber, tiefliegender Keim, wie vereinzelt, aufgespürt wcvever-den. Die Weichheit ^ deS MimnermoS hat man oft ei ei einesentimentale Richtung deS Gemütbeö genannt. Die alalalteWelt ist nicht schroff von der neueren geschieden; abtbaberVeränderungen in den religiösen Ahndungen der Mensasnsch-heit, in den zartesten sittlichen Gefühlen, in der speciellillelle»Lebensweise derer, welche Einfluß aus den JdeenkreiS d d derMassen ausüben, machten Plötzlich vorherrschend, wwwaSfrüher der Aufmerksamkeit enlgeben mußte. Die christliäiclichcRichtung deS Gemüths war die, aus der Weltordnunnungund auS der Schönheit der Natur die Größe und die Güte t d desSchöpfers zu beweisen. Eine solche Richtung, die Verherererr-lichung der Gottheit auS ihren Werken, veranlaßte den Haiarangnach Naturbeschreibungen. Die frühesten und auSführlichstfftfftensinden wir bei einem Zeitgenossen des Tertullianus u wundPhilostratus, bei einem rhetorischen Sachwalter zu Roioivm,Minucius Felir, aus dem Anfang deS dritten Jahrbunderrrerts.

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