stationum in iis iipparcntium cxprinicrct cl poslcrior (l’cr-gaei) qnoquc in trilnis l’lanetis superioribns praestaret.«(Gassendi, Tychonis Hrahci vita p. 296.) Mein Freund,der Astronom Galle , von dem ich Belehrung gewünscht, findet,wie ich, nichts, was Gassendi's so destinimte Behauptung rechtfer-tigen könnte. „In den Stellen", schreibt er, „die Sie mir indes Ptolemäus Almagest (im Eingang von Buch XII) und in demWerke des Eopernicus lib. V cap. 3 pag. 1il,a, cap. 33 pag.170,a und b, cap. 36 pag. 181,b bezeichnen, ist nur von der Er-klärung der Rückgänge und Stillstände der Planeten die Rede,wodurch zwar auf des Apollonius Annahme von der Umdrehungder Planeten um die Sonne hingewiesen wird (so wie auch EopernicuS selbst der Annahme des Siillstandes der Erde ausdrücklicherwähnt); woher aber dieser, was er vo» Apollonius voraussetzt,geschöpft habe, ist nicht zu bestimme». Es wird deshalb nur aufeine spate Autorität ein dem lochonischen gleiches System desApollonius von Perga vermuthet werden können, obgleich ich einedeutliche Darlegung dieses Systems auch bei Eopernicus nicht er-wähnt noch aus alteren Stellen citirt gefunden habe. Sollte bloßlib. XII des Almagest die Quelle sein, wonach dem Apollonius die vollständige tvchonische Ansicht beigemessen wird, so ist zu glau-ben, daß Gassendi in seinen Voraussetzungen zu weit gegangen istund daß eS sich damit eben so verhalte, wie mit den Phasen desMerkur und der Venus , die Eopernicus (üb. I cap. 10 pag. 7,bund 8,a) zur Sprache gebracht, ohne sie bestimmt auf sein Systemangewendet zu haben. Aehnlich bat vielleicht Apollonius die Er-klärung der Rückgänge der Planeten unter der Annahme einerUmdrehung um die Sonne mathematisch behandelt, ohne etwasbestimmtes und allgemeines über die Wahrheit dieser Annahmehinzuzufügen. Der Unterschied des von Gassendi beschriebenenapollonischen Systems von dem des Tvcho würde übrigens nur dersein, daß dieser auch noch die Ungleichheiten in den Bewe-gungen erklärt. Die Bemerkung von Robert Small, daß die Idee,welche dem tnchvnische» Systeme zum Grunde liegt, keineswegesfremd dem Geiste des Eopernicus gewesen sei, sondern ihm viel-mehr als ei» Durchgangspnnkt für sein eigenes System gedienthabe, scheint mir wohlbegründet."
“ (2. 351.) Schuber t, Astrono in i e Th. I. S. 124.