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Dritter Band.
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nannte, die ganze Welt der Erscheinungen, die himm-lische Sphäre und alleö, was er von der belebten undunbelebten irdischen Natur wußte, zu umfassen. Der Or-ganismus der Thiere, besonders der des Menschen, fürwelchen er eilf Jahre laug 31 sehr ernste anatomische Stu-dien gemacht, sollte das Werk beschließen. In der Eor-respondenz mit dem Pater Merseune findet man häufigeKlagen über das langsame Fortschreiten der Arbeit und überdie Schwierigkeit so viele Materien an einander zu reihen.Der KvSmoö, den Deöcartes immer seine Welt (sonMonde) nannte, sollte endlich am Schlnsse deö Jahreö 1633dem Druck übergeben werden, als das Gerücht von derBerurtheilnng Galilei'S in der Inquisition zn Rom , welcheserst vier Monate später, im October 1633, dnrch Gassendinnd Bouillaud verbreitet wurde, alleö rückgängig machteund die Nachwelt eines großen, mit so viel Mühe undSorgfalt vollendeten Werkes beraubte. Die Motive derNicht-Heranögabe deö Koömos waren Liebe zu friedlicherRuhe im einsamen Aufenthalte zu Deveuter, wie die frommeBesorgniß uuehrerbietig gegen die Decrete deS heiligenStuhles wider die planetarische Bewegung der Erde zu sein. 33Erst 1664, also vierzehn Jahre nach dem Tode deö Philo-sophen, wurden einige Fragmente unter dem sonderbarenTitel: 1. e Monde o u T r a i t e d e I a L u in i e r e gedruckt. 30Die drei Capitel, welche vorn Lichte handeln, bilden doch kaumein Viertel deö Ganzen. Dagegen wurden die Abschnitte,welche ursprünglich zu dem Kosmos des Deöcartes gehörtenund Betrachtungen über die Bewegung und Sonnenferneder Planeten, über den Erdmagnetismus, die Ebbe undFluth, das Erdbeben und die Nulkane enthalten, in den