Band 
Dritter Band.
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quandam naturalem partibus inditam a divina providenliaopificis universorum, ut in unilatem intogrilalenique suaniscse conferant, in sormani globi coeuntes: so ftilbcu wirbei Kepler iit der Einleitung zu dem Buche da StellnM a r t i s 31 zuerst n u m e r i sch e Angaben von den Anziehungs-kräften, welche nach Verhältniß ihrer Massen Erde undMond gegen einander ausüben. Er führt bestimmt Ebbeund Fluth 32 als eilten Beweis an, daß die anziehende Kraftdeö Mrndeö (virlus traetoria) sich biö zur Erde erstrecke;ja daß diese Kraft,ähnlich der, welche der Magnet aufdas Eisen ausübt", die Erde deö Wassers berauben würde,wenn diese aufhörte dasselbe anzuziehen. Leider gab dergroße Mann zehn Jahre später, 1619, vielleicht auS Nach-giebigkeit gegen Galilei , welcher Ebbe und Fluth der Ro-tation der Erde zuschrieb, die richtige Erklärung auf, umin der 11 anno nie« Mundi den Erdkörper als ein leben-diges Unthier zu schildern, dessen wallfischartige Respira-tion, in periodischem, von der Sonnenzelt abhängigenSchlaf und Erwachen, daö Anschwellen und Sinken deöOceans verursacht.- Bei dem mathematischen, schon vonLaplace anerkannten Tiefsinne, welcher auö einer von Kep-ler'ö Schriften hervorleuchtet 33 , ist zu bedauern, daß derEntdecker von den drei großen Gesetzen aller planetarischenBewegung nicht auf dem Wege fortgeschritten ist, zu wel-chem ihn seine Ansichten über die Massen-Anziehung derWeltkörper geleitet hatten.

Mit einer größeren Mannigfaltigkeit voll Naturkennt-nissen als Kepler begabt und Gründer vieler Theile einermathematischen Physik, unternahm Deöeartes in einem Werke,daö er '1 rai16 du Monde, auch Summa P lii I o s ophiae