Band 
Dritter Band.
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bcstrittenen Erscheinungen im natürlichen wie im telescopischenSehen gehört daö nächtliche Funkeln (das Blinken, dieScintillation) der Sterne. Zweierlei ist nach Arago's Un-tersuchungen 1 ° in der Scintillation wesentlich zu unter-scheiden: 1) Veränderung der Lichtstärke in plötzlicher Ab-nahme bis zum Verlöschen und Wicderauflodern; 2) Ver-änderung der Farbe. Beide Veränderungen sind in derRealität noch stärker, als sie dem bloßen Auge erscheinen;denn wenn einzelne Punkte der Netzhaut einmal angeregtsind, so bewahren sie den empfangenen Lichteindruck: sodaß daö Verschwinden deS Sterns, seine Verdunkelung,sein Farbenwechsel nicht in ihrem ganzen, vollen Maaße vonunö empfunden werden. Auffallender zeigt sich das Phä-nomen des SternfunkelnS im Fernrohr, sobald man dasselbeerschüttert. ES werden dann andere und andere Punkteder Netzhaut gereizt; es erscheinen farbige, oft unterbrocheneKreise. In einer Atmosphäre, die aus stets wechselndenSchichten von verschiedener Temperatur, Feuchtigkeit undDichte zusammengesetzt ist, erklärt das Princip der In-terferenz, wie nach einem augenblicklichen farbigen Auf-lodern ein eben so augenblickliches Verschwinden oder dieplötzliche Verdunkelung des Gestirnes statt finden kann.Die Undulations-Theorie lehrt im allgemeinen, daß zweiLichtstrahlen (zwei Wellensystcme), von Einer Lichtquelle(Einem ErsclnittcrungS-Mittelpunkte) ausgehend, bei Un-gleichheit deS Weges sich zerstören; daß daö Licht des einenStrahles, zu dem des anderen Strahles hinzugefügt, Dun-kelheit hervorbringt. Wenn das Zurückbleiben deS einenWellcnsystemS gegen das andere eine ungerade Anzahlhalber Undulationen beträgt, so strebe» beide Wellen-