Band 
Dritter Band.
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II.

Natürliches und teleftopifches Sehen. Funkeln der Gestirne.Geschwindigkeit des Lichtes. Ergebnisse aus der photomelrie.

Dem Auge, Organ der Weltanschauung, ist erst seitdrittchalb Jahrhunderten, durch künstliche, telescopischeSteigerung seiner Sehkraft, das großartigste Hülfsmittelzur Kenntniß des Inhalts der Welträume, zur Erforschungder Gestaltung, physischen Beschaffenheit und Massen derPlaneten sammt ihren Monden geworden. Das erste Fern-rohr wurde 1608, sieben Jahre nach dem Tode dcö großenBeobachters Tycho, construirt. Schon waren nach einanderdurch das Fernrohr die Jupiterstrabanten, die Sonnen-flekken, die sichelförmige Gestalt der Venuö, der Saturnö-ring als Dreigestaltung eines Planeten, telescopischeSternschwärme und der Nebelfleck der Andromeda' entdeckt:als sich erst 1634 dem um die Längen-Beobachtungen soverdienten französischen Astronomen Morin der Gedanke dar-bot, ein Fernrohr an die Alhidade eines Meßinstruments zubefestigen und den Arcturus bei Tage aufzusuchen. 2 DieVervollkommnung der Theilung des Bogens würde ihrenHauptzweck, größere Schärfe der Beobachtung, gänzlich oderdoch großentheils verfehlt haben, wenn man nicht optischeWerkzeuge mit astronomischen Instrumenten in Verbindunggebracht, die Schärfe des Erkennenö mit der des Messensin Verhältniß gesetzt hätte. Die Micrometer - Vorrichtungvon seinen Fäden, im Brennpunkt des Fernrohrs aus-