IV.
Heu erschienene und verschwundene Sterne. — Veränderliche Sterne in gemessenen, wiederkehrenden Perioden. — Intensi-tät»-Vero»dcrnn>;en des Lichtes in Gestirnen, bei denen diePcriodicität noch »ncrsorscht ist.
Neue Sterne. — Daö Erscheinen vorher nichtgesehener Sterne an der Himmelsdecke, besonders wenn esein plötzliches Erscheinen von stark funkelnden Sternen ersterGröße ist, hat von je her als eine Begebenheit inden Welträumen Erstaunen erregt. Es ist dies Er-staunen um so größer, als eine solche Naturbegebenheit,ein auf einmal Sichtbar-Werden dessen, waö vorher sichunserem Blicke entzog, aber deshalb doch als vorhandengedacht wird, zu den allcrseltenstcn Erscheinungen gehört.In den drei Jahrhunderten von 1500 bis 1800 sind 42den Bewohnern der nördlichen Hemisphäre mit unbewaff-netcm Auge sichtbare Comcten erschienen, also im Durch-schnitt in hundert Jahren vierzehn, während für dieselbendrei Jahrhunderte nur 8 neue Sterne beobachtet wurden.Die Seltenheit der letzteren wird noch auffallender, wennman größere Perioden umfaßt. Bon der in der Geschichteder Astronomie wichtigen Epoche der Vollendung der Al-phonsinischen Tafeln an bis zum Zeitalter von WilliamHerschcl, von 1252 bis 1800, zählt man der sichtbarenComelen ohngcfähr 63, der neuen Sterne wieder nur 9;