Band 
Dritter Band.
Seite
421
JPEG-Download
 

421

sich oder mit ihren Abständen von der Sonne verglichen;nach ihren relativen Dichtigkei'ten, Massen, Rotations --Zeiten, Ercentricitäten, Achsen-Neigungen, undcharakteristischer Verschiedenheit diesseits und jenseits derZone der Kleinen Planeten. Bei diesen Gegenständenvergleichender Betrachtung ist der Natur dieses Werkesangemessen, einen besonderen Fleiß auf die Auswahl dernumerischen Verhältnisse zu verwenden, welche zu derEpoche, in der diese Blätter erscheinen, für die genauesten,d. h. für die Resultate der neuesten und sichersten Forschungen,gehalten werden.

a. Hauptplaneten.

1. Zahl und Epoche der Entdeckung. Von densieben Weltkörpern, welche seit dem höchsten Alterthume durchihre stets veränderte relative Entfernung unter einander vonden, gleiche Stellung und gleiche Abstände scheinbar bewahrenden,funkelnden Sternen deS FirsternhimmelS (Orbis inerrans)unterschieden worden sind, zeigen sich nur fünf: Merkur, Venus ,Mars , Jupiter und Saturn, sternartig, quinque stellaeerrantes. Die Sonne und der Mond blieben, da sie großeScheiben bilden, auch wegen der größeren Wichtigkeit, dieman in Folge religiöser 2 Mythen an sie knüpfte, gleichsamvon den übrigen abgesondert. So kannten nach Diodor (II. 30)die Chaldäer nur 5 Planeten; auch Plato , wo er im Timäuönur einmal der Planeten erwähnt, sagt ausdrücklich:um dieim Centrum des Kosmos ruhende Erde bewegen sich derMond, die Sonne und fünf andere Sterne, welchen derName Planeten beigelegt wird; das Ganze also in 7 Um-gängen." 3 Eben so werden in der alten pythagorischen