Band 
Dritter Band.
Seite
558
JPEG-Download
 

558

körpcr von ungeheurem Volum entdecken werde,welche Mittel-stufen zwischen Planeten und Kometen bilden; ja daß derletzte, äußerste Planet schon ein Comet genannt zu werdenverdiene, weil er vielleicht die Bahn des ihm nächsten, vor-letzten Planeten, des Saturn, durchschneide".' Eine solcheAnsicht der Verkettung der Gestalten im Wcltbau, analogder oft gemißbrauchtcn Lehre von dem Uebergange in denorganischen Wesen, theilte Jmmanuel Kant, einer der größtenGeister deö achtzehnten Jahrhunderts. Zu zwei Epochen, 26und 91 Jahre nachdem die Naturgeschichte des Him-mels von dem Königsbcrgcr Philosophen dem großen Fried-rich zugeeignet ward, sind UranuS und Neptun von WillianiHcrschel und Galle aufgefunden worden; aber beide Planetenhaben eine geringere Ercentricität als Saturn: ja wenn diedeö letzteren 0,056 ist, so besitzt dagegen der äußerste allerunS jetzt bekannten Planeten, Neptun , die Ercentricität 0,008,fast der der sonnennahcn Venus (0,006) gleich. UranuS undNeptun zeigen dazu nichts von den verkündigten cometischenEigenschaften.

Als in der unS näheren Zeit allmälig (seit 1819) fünfinnere Cometen dem von Encke folgten, und gleichsameine eigene Gruppe bildeten, deren halbe große Are der von denKleinen Planeten der Mehrzahl nach ähnlich ist; wurdedie Frage aufgeworfen: ob die Gruppe der inneren Eo-meten nicht ursprünglich eben so einen einzigen Weltkörperbildete wie nach der Hypothese von Olbcrs die Kleinen Pla-neten; ob der große Comet sich nicht durch Einwirkung dcSMarS in mehrere getheilt habe, wie eine solche Theilung alSBipartition gleichsam unter den Augen der Beobachter imJahr 1846 bei der letzten Wiederkehr dcS inneren Cometen