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von Beobachtungen anregten und wiederum Ergebnisse derBeobachtung auf die Theorie reagirten, ist für die Geschichteder mathematischen Begründung einer physischen Astronomiedie genaue Aufzählung der einzelnen Epochen von großemInteresse.
Wenn die unmittelbaren Messungen von Meri-dian- und Parallelgraden (die ersteren vorzugsweisein der französischen Gradmessung 15 zwischen Br. 44° 42'und 47° 30'; die zweiten bei Vergleichung von Punkten,die östlich und westlich liegen von den grafischen, cottischenund Meer-Alpen^) schon große Abweichungen von dermittleren ellipsoidischen Gestalt der Erde verrathen; so sinddie Schwankungen in dem Maaße der Abplattung, welchegeographisch verschieden vertheilte Pendel längen und ihreGruppirungen geben, noch um vieles auffallender. Die Be-stimmung der Figur der Erde durch die zu- oder abnehmendeSchwere (Intensität der örtlichen Attraction) seht voraus,daß die Schwere an der Oberfläche des rotirenden SphäroidSdieselbe blieb, die sie zu der Zeit der Erstarrung auS demflüssigen Zustande war; und daß nicht spätere Verände-rungen der Dichtigkeit daselbst vorgingen. 17 Trotz der großenVervollkommnung der Instrumente und Methoden durchBorda, Kater und Bessel sind gegenwärtig in beiden Erd-hälsten: von den Malouinen, wo Freycinet, Duperrey undSir Jameö Roß nach einander beobachtet haben, bis Spitz bergen , also von 51° 35' S. bis 79° 50' N. B.; dochnur 65 bis 70 unregelmäßig zerstreute Punkte ^ anzugeben,in denen die Länge des einfachen Pendels mit derselbenGenauigkeit bestimmt worden ist als die OrtS-Position inBreite, Länge und Höhe über dem Meere.