Band 
Vierter Band.
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bei dem Gegenstände, welcher uns hier beschäftigt, keineswegesaußer Acht zu lassen. Der große Physiker macht selbst daraufaufmerksam, daß in den hohen Schichten der Atmosphäre dieAbnahme der Intensität gar nicht bloß in der Entfernungvon der Urquelle der Kraft (dem festen Erdkörper) zu suchensei; sondern daß sie eben so gut von dem so überaus ver-dünnten Zustande der Luft herrühren könne, da die Quantitätdes Orygens in einem Cubikfuß atmosphärischer Luft oben undunten verschieden sei. Mir schein! es indeß, daß man zunicht mehr berechtigt sei als zu der Annahme: daß die mitder Höhe und Lustverdünnung abnehmende paramagnetischeEigenschaft des sauerstoffhaltigen Theils der Amosphäre füreine mitwirkend modisicirende Ursach angesehen werdenmüsse. Veränderungen der Temperatur und der Dichtigkeitdurch aufsteigende Luftströme verändern dann wiederum selbstdas Maaß dieser Mitwirkung. 16 Solche Störungen nehmeneinen variablen und recht eigentlich localen Charakter an, wirkenim Luftkreise wie die Gebirgöarten auf der Qberstäche der Erde.Mir jedem Fortschritt, dessen wir uns in der Analyse der gas-artigen Umhüllung unseres Planeten und ihrer physischen Eigen-schaften zu erfreuen haben, lernen wir gleichzeitig neue Ge-fahren in dem wechselnden Zusammenwirken der Kräfte kennen:Gefahren, die zu größerer Vorsicht in den Schlußfolgen mahnen.

Die Intensität der Erdkraft, an bestimmten Punkten derOberfläche unsres Planeten gemessen, hat, wie alle Erschei-nungen des tellurischen Magnetismus, ihre stündlichen undauch ihre secularen Variationen. Die ersteren wurden aufParry's dritter Reise von diesem verdienstvollen Seefahrer undvon, Lierltenant Foster (1825) in Port Bowen deutlich erkannt.Die Zunahme der Intensität vom Morgen zum Abend ist in