Band 
Vierter Band.
Seite
124
JPEG-Download
 

124

Nadel von Mai bis August und von November bis Februarwieder eben so am Vorgebirge der guten Hoffnung: das dock'34" vom geographischen, und gewiß noch weit mehr von demmagnetischen Aequator entfernt ist, eine Jnclination von 53°hat und die Sonne nie im Zenith sieht. 6H Wir besitzen schonveröffentlicht sechsjährige stündliche Beobachtungen vom Cap,nach denen, fast ganz wie auf St. Helena , vom Mai bisSeptember die Nadel von ihrem äußersten östlichen Stande(19 u1 2 ) westlich geht bis 23" 2 , vom October bis März abergegen Osten von 20"'/ 2 bis l ul 2 und 2". Bei der Ent-deckung dieser so wohl constatirten, aber noch genetisch in sotiefes Dunkel gehüllten Erscheinung hat sich die Wichtigkeitder Jahre lang ununterbrochen von Stunde zu Stunde fortge-setzten Beobachtungen vorzüglich beivährt. Störungen, die (wiewir gleich entwickeln werden) anhaltend bald nach Ost, baldnach West die Nadel ablenken, würden isolirte Beobachtungender Reisenden unsicher machen.

Durch erweiterte Schiffsahrt und Anwendung des Eom-paffes bei geodätischen Aiifnahmen ist sehr früh zu gewissenZeiten eine außerordentliche Störung der Richtung, oftverbunden mit einem Schwanken, Beben und Zitiern der an-gewandten Magnetnadel, bemerkt ivorden. Man gewöhnte sichdiese Erscheinung einem gewissen Zustande der Nadel selbst zu-zuschreiben; man nannte sie in der sranzösischen Seesprachesehr charakteristisch ein Vernarrt-Sein der Nadel, l'assole-liient de laiguille, und schrieb vor, eine aiguille affolae vonneuem und stärker zu magnetistren. Halley ist allerdings derErste gewesen, der daS Polarlicht für eine magnetische Er-scheinung erklärte^, da er von der kön. Societät zu London aufgefordert wurde das, in ganz England gesehene, große