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Vierter Band.
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lange durch den historischen Namen Hallevan lines bezeichnethat. Unter den mannigfach gekrümmten, gruppenweise bis-weilen fast parallelen, selten ganz in sich selbst recurrirendenund dann eiförmig geschlossene Systeme bildenden, isogonischenCurven verdienen in physikalischer Hinsicht die größte Auf-merksamkeit diejenigen, auf welchen die Abweichung nullwird, und zu deren beiden Seiten Abweichungen entgegenge-setzter Benennung, mit der Entfernung ungleich zunehmend,gefunden werden.^ Ich habe an einem anderen Orte gezeigt,wie des ColumbuS erste Entdeckung einer Linie ohne Ab-weichung im atlantischen Ocean am 13 September 1492dem Studium des tellurischen Magnetismus die Anregunggegeben hat, welches drittehalb Jahrhunderte hindurch freilichnur auf Verbesserung der SchiffSrechnung gerichtet war.

So sehr auch in der neuesten Zeit durch die höhere wissen-schaftliche Bildung der Seefahrer, durch die Vervollkommnungder Instrumente und der Methoden die Kenntniß einzelnerTheile der Linien ohne Variation im nördlichen Asien , imindischen Archipelagus und im atlantischen Ocean erweitertworden ist; so darf doch wohl in dieser Sphäre unseres Wissens,da, wo das Bedürfniß einer kosmischen Uebersicht ge-fühlt wird, über Langsamkeit des Fortschritts und über Mangelvon erlangter Allgemeinheit geklagt werden. Es ist mir nichtunbewußt, daß eine Unzahl von Beobachtungen bei zufälligerDurchschneidung der Linien ohne Abweichung in Schiffsjour-nalen aufgezeichnet worden sind; aber es fehlt an der Ver-gleichung und Zusammenstellung deö Materials: das für diesenGegenstand, wie für die dermalige Lage deS magnetischenAequatorS erst an Wichtigkeit gewinnen würde, wenn inden verschiedenen Meeren einzelne Schiffe allein damit

ff