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Polarlicht.
Wir haben die drei Elemente des rellurischen Magnetis-mus, d. i. die drei Hauptarlen seiner Manifestation: In-tensität, Jnclination und Declination, in ihren vonden geographischen Ortsverhälmifsen abhängigen, nach Tagcs-und Jahreszeiten veränderlichen Bewegungen ausführlich be-handelt. Die außerordentlichen Störungen, welchezuerst an der Declination beobachtet wurden, sind, wie Halleygeahndet, wie Dufay und Hiorter erkannt haben, theils Vor-boten, theils Begleiter des magnetischen Polarlichts. Ueberdie Eigenthümlichkeiten dieses, oft durch Farbenpracht so aus-gezeichneten Lichtprocesses der Erde habe ich mit ziem-licher Vollständigkeit in dem Naturgemälde gehandelt, undneuere Beobachtungen sind im allgemeineir den dort geäußertenAnsichten güirstig gervcsen. „Taö Nordlicht ist nicht sowohlals eine äußere Ursach der Störung in dem Gleichgewicht derVertheilung deS Erd-Magnetismus geschildert worden; sondernvielmehr als eine bis zum leuchtenden Phänomen gesteigertelellurische Thätigkeit, deren eine Seite die unruhige Schwingungder Nadel und deren andere das polare Leuchten des Himmels-gewölbes ist." Das Polarlicht erscheint nach dieser AnsichtalS eine Art stiller Entladung, als das Ende eines magne-tischen Ungelvinerö; in dem electrischen erneuert sichebenfalls durch eine Licht-Entwickelung, durch Blitze, von kra-chendem Donner begleitet, das gestörte Gleichgewicht der Elec-lricität. Die wiederholte^ Aufstellung einer bestimmtenHypothese gewährt in einer so verwickelten und gcheimnißvollcnErscheinung wenigstens den Vortheil, daß die Bestrebungendieselbe zu widerlegen zu einer anhaltenderen und sorgfältigerenBeobachtung der einzelnen Vorgänge anreize».