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gegebenen mittleren Temperatur des Eises (—2°,40 R.) in dergrößten Tiefe (382 engl. Fuß), w finde ich 66V» engl. Fuß für1" R. Hundert Fuß giebt die Vergleichung des Tiefsten mit derTemperatur, welche in 100 Fuß Schachttiefe herrscht. Aus denscharfsinnigen numerischen Untersuchungen von Middendorff undPeters über die Fortpflanzungs-Gcschwindigkeit der atmosphärischenTemperatur-Veränderungen, über Kälte- und Warme-Gipfel(Middend. S. 133 — 157 und 168—175) folgt: daß in den ver-schiedenen Bohrlöcher», in den geringen oberen Tiefe» von 7 bis20 Fuß, „ein Steigen der Temperatur vom März bis Oktober, undein Sinken der Temperatur vom November bis April statt findet,weil Frühjahr und Herbst die Jahreszeiten sind, in welchen dieVeränderungen der Luft-Temperatur am bedeutendsten sind"(S. 142 und 145). Selbst sorgfältig verdeckte Gruben kühlen sichin Nord-Sibirien allmalig aus durch vieljährige Berührung derLuft mit den Schachtwänden. Im Schergin - Schachte hat jedochin 18 Jahren diese Berührung kaum '/, Grad Temperatur-Ernie-drigung hervorgebracht. Eine merkwürdige und bisher unerklärteErscheinung, die sich auch in dem Schergin-Schachte dargebotenhat, ist die Erwärmung, welche man im Winter bisweilen in dentieferen Schichten allein bemerkt har, „ohne nachweisbaren Einflußvon außen" (S. >56 und 178). Noch auffallender scheint esmir, daß im Bohrloch zu Wedensk an der Pasina bei einer Luft-Temperatur von —28° R. in der so geringen Tiefe von 5 bis8 Fuß nur —2°,5 gefunden wurden! Die Jsogeothermen, auf derenRichtung Kupffer's scharfsinnige Untersuchungen zuerst geleitet haben(Kosmos Bd. I. S. 445), werden »och lange Zeit ungelöste Problemedarbieten. Die Lösung ist besonders schwierig da, wo das voll-ständige Durchsinken der Bodeneis-Schicht eine laugdauernde Arbeitist. Als ein bloßes Local-Phänomen, nach des Ober-Hütten-Ver-walters Slobin's Ansicht durch die aus Gewässern niedergeschlagenenErdschichten entstanden, darf jetzt das Bodeneis bei Jakutsk nichtmehr betrachtet werden (Mid d. S. >67).
" (S. 45.) Middendorff Bd. I. S. 160, 164 und 179.In diesen numerischen Angaben und Vermuthungen über die Dickedes Eisbodens wird eine Zunahme der Temperatur nach arithme-tischer Progression der Tiefen vorausgesetzt. Ob in größeren Tiefeneine Verlangsamung der Wärme-Zunahme eintrete, ist theoretisch