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Vierter Band.
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Aufsteigen elastischer Dämpfe, gebildet (an der Grenzezwischen dem Flüssigen und Festen) entweder allein aus dergeschmolzenen Erdmasse oder auö eindringenden! Meeres-wasser; sich plötzlich öffnende Spalten, und das plötzlicheAufsteigen tiefer entstandener, und darum heißerer und ge-spannterer Dampfe in höhere Felsschichten, der Erdoberflächenäher: verursachen die Erschütterung. Als Nebenwirkungeiner nicht tellurischen Ursach wird auch wohl die Attractiondes MondeS und der Sonne '" auf die flüssige, geschmolzeneOberfläche des Erdkerns betrachtet, wodurch ein vermehrterDruck entstehen muß: entweder unmittelbar gegen ein festesaufliegendes FelSgewölbe; oder mittelbar, wo in unterirdi-schen Becken die feste Blasse durch elastische Dämpfe vonder geschmolzenen, flüssigen Masse getrennt ist.

Der Kern unseres Planeten wird als aus unorydirtcnMassen, aus den Metalloiden der Alkalien und Erden be-stehend gedacht. Durch Zutritt von Wasser und Luft soll dievulkanische Thätigkeit in dem Kerne erregt werden. Die Vul-kane ergießen allerdings eine große Menge Wasserdampf in dieAtmosphäre; aber die Annahme des Eindringens des Wassersin den vulkanischen Heerd hat viele Schwierigkeit, in Be-trachtung deö gegenseitigen Druckes " der äußeren Wasser-säule und inneren Lava; und der Mangel oder wenigstensdie große Seltenheit von brennendem Wasserstoff-GaS wäh-rend der Eruption, welchen die Bildungen von Ehlor-Wasserstoff-Säure 12 , Ammoniak und geschwefeltem Wasserstoffwohl nicht hinlänglich ersetzen, hat den berühmten Urheberder Hypothese sie selbst freimüthig'^ aufzugeben vermocht.

Nach einer dritten Ansicht, der des so vielbegabtensüdamerikanischen Reisenden Boussingault, wird ein Mangel