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Die, im Sprachgebrauch so natürlich scheinende, weitverbreitete Eintheilung der Quellen in kalte und warme hat,wenn man sie aus numerische Temperatur-Angaben reducirenwill, nur sehr unbestimmte Fundamente. Soll man die Wärmeder Quellen vergleichen mit der inneren Wärme des Menschen(zu 360,7 bis 37" nach Brechet und Becquerel, mit lhermo-electrischen Apparaten gefunden); so ist der Thermometer-Grad,bei dem eine Flüssigkeit kalt, warm oder heiß in Berührungmit Theilen deS menschlichen Körpers genannt wird, nach in-dividuellem Gefühle sehr verschieden. ES kann nicht ein abso-luter Temperatur-Grad festgesetzt werden, über den hinaus eineQuelle warm genannt werden soll. Der Vorschlag, in jederklimatischen Zone eine Quelle kalt zu nennen, wenn ihre mitt-lere JahreS-Temperatur die mittlere Jahres-Temperatur derLuft in derselben Zone nicht übersteigt; bietet wenigstens einewissenschaftliche Genauigkeit, die Vergleichung bestimmter Zah-len , dar. Sie gewährt den Vortheil, auf Betrachtungen überden verschiedenen Ursprung der Quellen zu leiten: da dieergründete Uebereinstimmung ihrer Temperatur mit der Jahreö-Tcmperatur der Luft in unveränderlichen Quellen un-mittelbar; in veränderlichen, wie Wahlcnberg und Ermander Vater gezeigt haben, in den Mitteln der Sommer- undder Wintermonale erkannt wird. Aber nach dem hier be-zeichneten Criterium müßte in einer Zone eine Quelle warmgenannt werden, die kaum den siebenten oder achten Theil derTemperatur erreicht, welche in einer anderen, dem Aeqtiatornahen Zone eine kalte genannt wird. Ich erinnere an dieAbstünde der mittleren Temperaturen von Petersburg (3°, 4)und der Ufer des Qrinoco. Die reinsten Quellwasser, welcheich in der Gegend der Cataracten von AtureS 31 und MappureS