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und ausschließend glaubte: aufbauend durch Aufhäufungvon Schlacken und sich überlagernde neue Lavascbick'ten. DerWiderstand, welchen die in allzu großer Menge gegen dieOberfläche gedrängten feuerflüssigen Massen in dem Ausbruch-Eanal finden, veranlaßt die Vermehrung der hebenden Kraft.ES entsteht eine „blasenförmige Austreibung des Bodens",wie dies durch die regelmäßige, nach außen gekehrte Abfallö-Richtung der gehobenen Bodenschichten bezeichnet wird. Eineminenartige Erplosivn, die Sprengung des mittleren und höchstenTheils der converen Auftreibung des Bodens, erzeugt bald alleindas, waS Leopold von Buch einen Erhebungs-Kratergenannt hat: d. h. eine kraterförmige, runde oder ovale Ein-fenkung, von einem Erhebungö-CircuS, einer ringförmigen,meist stellenweise eingeriffenen Um Wallung, begrenzt; bald(wenn die Relief-Structur eines permanenten Vulkans ver-vollständigt werden soll) in der Mitte des ErhebungS-KraterSzugleich einen dom- oder kegelförmigen Berg. Der letztere istdann meist an feinem Gipfel geöffnet; und auf dem Boden dieserOeffmmg (des Kraters deö permanenten VnlkanS) erheben sichvergängliche Auswurfs- und Schlacken Hügel, kleine undgroße EruptionS-Kegel, welche beim Vesuv bisweilen dieKraterränder deö ErhebungS-Kegels weit überragen. Nicktimmer haben sich aber die Zeugen deö ersten AuSbruchS, die altenGerüste, wie sie hier geschildert werden, erhalten. Die hohe FelS-mauer, welche die peripherifche Umwallung (den ErhebungS-Krater) umgiebt, ist an vielen der mächtigsten und thätigstenVulkane nicht einmal in einzelnen Trümmern zu erkennen.
Es ist ein großes Verdienst der neueren Zeit, nicht bloßdurch sorgfältige Vergleichnng weit von einander entfernterVulkane die einzelnen Verhältnisse ihrer Gestaltung