Band 
Vierter Band.
Seite
284
JPEG-Download
 

284

Erplosion auS dem tiefen Inneren bringen in Kegelbergensonderbare und contrastirende Formen hervor: so die Spaltung inDoppel-Pyramiden von mehr oder minder regelmäßiger Artbei dem Carguairazo (14700 F.), plötzlich eingestürzt 4 in derNacht vom 19 Juli 1698, und bei den schönereti Pyramiden ^von Jlinissa (16362 F.); so eine Crenulirung der oberenKraterwände, bei welcher zwei, sehr gleichartige, gegen einan-der anstrebende Hörner die primitive, vormalige Form ahndenlassen (Capac-Urcu, (wrro del Altar, jetzt nur von 16380Fuß Höhe). ES hat sich unter den Eingeborenen des Hoch-landes von Quito , zwischen Ehambo und Lican, zwischen denGebirgen von Condorasto und Cuvillan, allgemein die Sageerhalten, daß der Gipfel deS hier zuletzt genannten Vulkans14 Jahre vor dem Einfall von Huayna Eapac, dem Sohnedeö Jnca Tupac Aupanqui, nach Ausbrüchen, die ununter-brochen sieben bis acht Jahre dauerten, eingestürzt sei und daSganze Plateau, in welchem Neu-Riobamba liegt, mit Bims-stein und vulkanischer Asche bedeckt habe. Der Vulkan, ur-sprünglich höher als der Chimborazo , wurde in der Jnca- oderQuichua-Sprache eapac, der König oder Fürst der Berge(uicu), genannt, weil die Eingeborenen seinen Gipfel sich mehrüber die untere Schneegrenze erheben sahen als bei irgendeinem anderen Berge der Umgegend. 6 Der Große Ararat,dessen Gipfel (16026 F.) Friedrich Parrot im Jahr 1829,Abich und Chodzko in den Jahren 1845 und 1850 erreicbthaben, bildet, wie der Chimborazo , einen ungeöffnetenDom. Seine mächtigen Lavaströme sind tief unterhalb derSchneegrenze auSgebrochen. Ein wichtiger Charakter in derGestaltung des Ararat ist ein Seitenschlund, der tiefe Aus-schnitt des Jacobs-Thales, taö man mit dem Val del Bove