460
Sollte die große Quantität Stickstoffs, welche durch dievulkanische Thätigkeit verbreitet wird, allein die sein, die denVulkanen durch Meteorwaffer zugeführt wird? oder giebt eSinnere, in der Tiefe liegende Quellen des Stickstoffs? Es istauch zu erinnern, daß die in dem Regenwaffer enthaltene Luftnicht, wie unsere, 0,79: sondern, nach meinen eigenen Ver-suchen, nur 0,69 Stickstoffs enthält. Der letztere ist für dieAm moni'akal-Dildung, durch die in der Tropengegend fasttäglichen electrifcheit Erplosionen, eine Quelle erhöhter Frucht-barkeit." Der Einfluß des Stickstoffes auf die Vegetationist gleich dem des Substrats der atniosphärischen Kohlen-sättre.
Bouffingault hat in den Analysen der GaS-Arten derVulkane, welche dem Aequator nahe liegen (Tolima, Purace ,Pasto, Tuguereö und Cumbal), mit vielem Wasserdampf, Koh-lensäure und geschwefeltes Wasserstoff-Gas; aber keine Salz-säure, keinen Stickstoff und kein freies Hydrogen gefunden."Der Einfluß, den das Innere unsres Planeten noch gegen-wärtig auf die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre aus-übt, indem er dieser Stoffe entzieht, um sie unter anderenFormen wiederzugeben; ist gewiß nur ein unbedeutender Theilvon den chemischen Revolutionen, welche der Luftkreis in derUrzeit bei dem Hervorbrechen großer GebirgSmaffen auf offenenSpalten muß erlitten haben. Die Vermuthung über den wahr-scheinlich sehr großen Antheil von Kohlensäure in der altenLuft-Umhüllung wird verstärkt durch die Verglcichung der Dickeder Kohlenlager mit der so dünnen Schicht von Kohle (siebenLinien Dicke), welche nach Chevandier's Berechnung in dergemäßigten Zone unsere dichtesten Waldungen dem Boden in100 Jahren geben würden."