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bei Ticsan unweit Aluusi bietet der Cerro Cuello de Ticsangroße Schwefelmassen bebaut in einem Quarzlager, dem nahenGlimmerschiefer untergeordnet, dar. Eine solche Verbreitungdes Quarzes in der Nähe von Trachyt-Vulkanen hat auf denersten Anblick etwas befremdendes. Aber meine Beobachtungenvon der Auflagerung oder vielmehr dem AuSbrecben des TrachytSauö Glimmerschiefer und Granit am Fuß dcö Tungurahua(ein Phänomen, welches in den Eordilleren so selten als inder Auvergne häufig ist) haben 47 Jahre später die vortreff-lichen Arbeiten des französischen Geognosten Herrn SebastianWisse am Sa.ngay bestätigt.
Dieser colossale Vulkan, 1260 Fuß höher als der Montblanc,ohne alle Lavaströme, die auch Charles Deville dem eben so thäti-gen Stromboli abspricht, aber wenigstens feit dem Jahre 1728 inuiulnterbrochener Thätigkeit schwarzer, oft glühend leuchtenderS t e i»- A uö w ür f e: bildet eine Tr a ch yt- Inse l von kaum 2geogr. Meilen Durchmesser 62 mitten in Granit- und Gneiß-Schicb-ten. Ganz entgegengesetzte LagerungSverhälmisse zeigt die vulka-nische Eitel, wie ich schon oben bemerkt habe: sowohl bei derThätigkeit, welche sich einst in den, in devonische Schiefer einge-senkten Maaren (oder Minen-Trichtern); als der, welche sichin den lavastrom -gebenden Gerüsten offenbart: wie am langenRücken des MosenbergeS und GerolsteinS. Die Oberfläche be-zeugt hier nicht, was im Inneren verborgen ist. Die Trachyt-losigkeit vor Jahrtausenden so thätiger Vulkane ist eine noch aus-fallendere Erscheinung. Die augithaltigen Schlacken des Mosen-bergeö, welche den basaltartigen Lavastrom theilweise begleite»,enthalten kleine gebrannte Schieferftücke, nicht Fragmente vonTrachvt; in der Umgebung fehlen die Trackyte. Diese Ge-birgöart wird in der Eifel nur ganz isolirt^ sichtbar, fern von