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GebirgSarten betrachtet. Kurze Benennungen, welche Defini-tionen enthalten sollen, führen in der GebirgSlehre wie in derChemie zu mancherlei Unklarheiten. Ich war selbst eine Zeitlang geneigt mich der Ausdrücke: Orthoklas- oder Labra-dor- oder Oligoklas-Trachyte zu bediene», und so den gla-sigen Fcldspath (.Sanibin) wegen seiner chemischen Zusammen-setzung unter der Gattung Orthoklas (gemeinem Feldspath) zubegreifen. Die Namen waren allerdings wohlklingend und ein-fach, aber ihre Einfachheit selbst mußte irre führen; bei»:wenn gleich Labrador-Tracht» zum Aetna und zu Stromboli führt, so würde der Oligoklas-Trachyt in seiner wichtigen zwie-fachen Verbindung mit Augit und Hornbleitde die weit ver-breiteten, sehr verschiedenartigen Formationen des Cbimborazound des Vulkans von Tvluca fälschlich mit einander verbinden.ES ist die Association eines seldspathartige» Elementes miteinem oder zwei anderen, welche hier, wie bei gewiffeit Gang-Auöfüllungcn (Gang-Formationen >, charakterisircnd auftritt.
Folgendes ist die Uebersicht der Abtheilungen, tvelche seitdem Winter 1852 Gustav Rose in den Trackyten nachden darin eingeschlossenen, abgesondert erkennbarenKrystallen unterscheidet. Die Hauptresultate dieser Arbeit,in der keine Verwechslung des OligoklaseS mit dem Albit stattfindet, wurden 10 Jahre früher erlangt, als mein Freund beiseinen geognostischen Untersuchungen im Niesengebirge fand, daßder Oligoklas dort ein wesentlicher Gemengtheil des GranitSsei: und, so aus die Wichtigkeit deS OligoklaS als wesentlichenGemengtheils der Gebirgsarlen aufmerksam gemacht, ihn auchin anderen Gebirgsarlen aufstichte. Ul Diese Arbeit führte zudem wichtigen Resultate (P o g g e n d. A nn. Bd. 66. 1845S. 109>, daß der Albit nie der Gemengtheil einer GebirgSart sei.