Band 
Vierter Band.
Seite
475
JPEG-Download
 

475

sehr verschiedenen Feldspath - Arten, welche den Trachyten derAndeskette eigen sind, überall Albit zu erkennen; wurde jedesGestein, in dem man Albit vermuthete, Andesit genannt.Ich finde den Namen der GebirgSart, mit der festen Bestim-mung:Andesit werde durch vorwaltenden Albit undwenig Hornblende gebildet", zuerst in der wichtigen Ab-handlung meines Freundes Leopold von Buch vom Anfang deSJahres 1835 über Erhebungscratere und Bulcane.^Diese Neigung überall Albit zu sehen hat sich fünf bis sechsJahre erhalten, bis man bei unpartheiisch erneuerten und gründ-licheren Untersuchungen die trachytischen Albite als Oligoklaseerkannte. * 6 Gustav Rose ist zu dem Resultate gelangt über-haupt zu bezweifeln, daß Albit in den Gebirgsarten als einwirklicher, wesentlicher Gemengtheil vorkomme; danach würde zu-folge der älteren Ansicht vom Andesit dieser in der Andes-kette selbst fehlen.

Die mineralogische Beschaffenheit der Trackyte wird aufunvollkommnere Weise erkannt, wenn die porphyrartig einge-wachsencn Krystalle aus der Grnndmasse nicht abgesondert, nichteinzeln untersucht und gemessen werden können: und man zuden numerischen Berhältnissen der Erdarten, Alkalien und Me-tall-Oryde, welche das Resultat der Analyse ergiebt, wie zudem specifischen Gewichte der zu analysirenden, scheinbar amor-phen Masse seine Zuflucht nehmen niuß. Auf eine überzeugendereund mehr sichere Weise ergiebt sich das Resultat, wenn dieGrundmasse sowohl als die Haupt-Elemente des GcmengeS ein-zeln, oryctognostisch und chemisch, untersucht werden können.Letzteres ist z. B. der Fall bei den Trachyten des PicS vonTeneriffa und denen des Aetna . Die Voraussetzung, daß dieGrundniasse aus denselben kleinen, ununterscheidbaren Bestand-