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Strahlenberg , unter der Dynastie der Sui, zu des FrankenkönigSDagobert's Zeiten, besaßen die Chinesen, auf Befehl der Regierungconstruirt, Karten der Länder vom Gelben Flusse bis zum caspischenMeere, auf welchen der Kuen-lün und der Thian-schan abgebildetwaren. Diese beiden Ketten, besonders die erstere, sind es vhnstrci-tig gewesen, die, wie ich an einem anderen Orte glaube erwiesenzu haben (Asie centr. T. I. p. 118—129, 194—203 und T. 11.p. 413—425), als der Heerzug des Macedvniers die Hellenen innähere Bekanntschaft mit dem Inneren von Asien setzte, die Kennt-niß von einem Berggürtel unter ihren Geographen verbreiteten, welche,den ganzen Continent in zwei Hälften theilend, sich von Kleinasien biS an das östliche Meer, von Indien und Scythien bis Thinä,erstreckte (Strabv üb. 1 pag. 68, lil>. XI p. 490). Dicäarchusund nach ihm Eratosthenes belegten diese Kette mit dem Namendes verlängerte» Taurus. Die Himalapa-Kette wird mit unterdiese Benennung begriffen. „Was Indien gegen Norden begrenzt",sagt ausdrücklich Strabo (üb. XV pag. 689), „von Ariaue bis zumöstlichen Meere, sind die äußersten Theile des Taurus, welche dieEingeborenen einzeln Paropamisos, Emodon, Jmaon und noch an-ders benamen; der Maccdvnier aber Caucasus." Früher, in derBeschreibung von Bactriana und Sogdiana (üb. XI pag. 519), heißtes: „des Taurus letzter Theil, welcher Jmaon genannt wird, be-rührt das indische (östliche?) Meer." Auf eine einig geglaubte,west-östliche, d. h. Parallel kette, bezogen sich die Namen diesseitsund jenseits des Taurus. Diese kannte Strabo , indem er sagt:„die Hellenen nennen die gegen Norden neigende Hälfte des Welt-theils Asia diesseits des TauruS, die gegen Süden jenseits" (lib. IIp. 129). Zu den späteren Zeiten des Ptolemäus aber, wo derHandel überhaupt und insbesondere der Seidenhandel Lebhaftigkeitgewann, wurde die Benennung Jmaus auf eine Meridiankette, aufden Bolor, übertragen: wie viele Stellen des 6ten Buches bezeugen(Asie centr. T. I. p. 146 — 162). Die Linie, in welcher demAeguator parallel das Taurus-Gebirge nach hellenischen Ansichtenden ganzen Weltthcil durchschneidet, wurde zuerst von Dicäarchus,dem Schüler des Stagiriten, ein Diap hragma (eine Scheidewand)genannt, weil durch senkrechte Linien, auf dasselbe gerichtet, diegeographische Breite anderer Punkte gemessen werden konnte. DasDiaphragma war der Parallel von Rhodos , verlängert gegen Westen