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Vierter Band.
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(S. 323356) zusammengestellt: wobei auch der Trachytc vom Dra­ chenfels und Röttchen gedacht wird, i» denen außer den großen Sa-nidin-Krystallen sich viele kleine krystallinische Theile in der Grund-masse unterscheiden lassen.Diese Theile hat ve. Böthe in demMitscherlich'schen Laboratorium durch chemische Zerlegung für Oli-goklas erkannt, ganz mit dem, von Berzelius aufgeführten Oligv-klas von Danvikszoll (bei Stockholm ) übereinstimmend" (DeckenS. 340346). Die Wolkenburg und der Stenzelberg sind ohne gla-sigen Feldspat!) (S. 357 und 363), und gehören nicht zur zweitenAbtheilung, sondern zur dritten; sie haben ein Toluca-Gestein. Vieleneue Ansichten enthält der Abschnitt der geognvfrischen Be-schreibung des Siebengebirges, welcher von dem relativenAlter der Trachyt- und Basalt-Cvnglomeratc handelt (S. 405461).Zu den seltnere» Trachytgängen in den Trachyt-Conglomeraten,welche beweise», daß nach der Ablagerung des Conglomerats dieTrachytbildung noch fortgedauert hat (S. 413), gesellen sich häufigeBasaltgänge (S. 416). Die Basaltbildnng reicht bestimmt bis ineine jüngere Zeit hinein als die Trachytbildung, und die Hauptmassedes Basalts ist hier jünger als der Trachyt. Dagegen ist nur einTheil dieses Basalts, nicht aller Basalt (S. 323), jünger als diegroße Masse des Braunkohlen-Gebirges. Die beiden Bildungen:Basalt und Braunkohlen-Gebirge greifen im Siebengebirge wie an sovielen anderen Orten in einander, und sind in ihrer Gesammtheitals gleichzeitig zu betrachten." Wo sehr kleine Quarzkrystalle alsSeltenheit in den Trachyten des Sicbengebirges, wie (nach Nöggc-rath und Bischof) im Drachenfels und im Rhöndorfer Thale , auf-treten, erfüllen sie Höhlungen und scheinen späterer Bildung (S. 361und 370): vielleicht durch Verwitterung des Sanidins entstanden.Am Chimborazv habe ich ein einziges Mal ähnliche, aber sehr dünneQuarz-Ablagerungen an den Wänden der Höhlungen einiger ziegel-rother, sehr poröser Trachytmaffen in etwa 16000 Fuß Höhe gesehen(Humboldt, Oisemeot ckes Rochus 1823 p. 336). Diese, inmeinem Reisejournal mehrmals erwähnte Stücke liegen nicht in denBerliner Sammlungen. Auch Verwitterung von Oligoklas oder derganzen Grundmasse des Gesteins kann solche Spuren freier Kiesel-säure hergeben. Einige Punkte des Siebengcbirges verdienen nochneue und anhaltende Untersuchung. Der höchste Gipfel, die Löwen-burg, als Basalt aufgeführt, scheint nach der Analyse von Bischof