Band 
Fünfter Band.
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plünderten. Der Bach ist in der Zeit der größten Trocknißnoch 2 Fuß tief und 18 Fuß breit. Die Temperatur desWassers »rar 90°,3 deS hunderttheiligen Thermometers; nachBoussingault aber (Kosmos Bd. I. S. 229 und 230) imJahr 1823 97°: und hier ist die höhere Temperatur die sichereBestimmung. Nach den Quellen von Urijino in Japan (von80° Röaumur) ist diese Granit-Quelle de las Trincheras dePortocabello wohl die heißeste. Die Wasser sind stark (?) mitgeschweseltein Wasserstoffgas gemischt: und entspringen auf einemHügel, der sich etwa 150 Fuß über den Boden der Schluchterhebt. Sie laufen gegen Nvrdwest. Man muß vermuthen,daß sie früher mit Kalkstein in Berührung waren: denn wosie verdampfen, hinterlassen sie kalkartige (?) Jncrustationen.Vielleicht sind sie mit den körnigen Kalkstein-Lagern (?) inContact gewesen, die den Glimmerschiefern so eigenthümlichsind. Wir waren erstaunt über die Anmuth und den Luruseiner Vegetation von Arum, FicuS- und Clusia-Arten, derenWurzeln von Wasser zu 85° bis 79° Temperatur benetztwurden, während daß dieselben Species kaum 40 Fuß entferntin einem feuchten Boden zu kaum 18° Temperatur vcgetirtcn.Ganz nahe bei diesen 90° heißen Quellen entspringen andere,ganz kalte. Die Eingeborncn, welche diese Quellen als Heil-mittel benutzen, construircn sich mit rankenden Lianen eine ArtGitterwerk, auf daö sie sich nackt einige Fuß über der Ober-fläche des Wasserö lagern. Die chguas caliontes, mehrmalsgestauet, bilden nahe an den Küsten bei ihrem Ausfluß einvon Cecropicn und der niedrigen Cocos aculeata Jag. um-gebenes , crocodilreiches Bassin. Der Granit der Trincherasstreicht N 52° Ost, und fällt mit 30° bis 40° gegen Nord-west. (ir hat zolllange Krystalle von röthlichem Feldspath und