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erholt und ihren Artikel „Portugal“ nach seinem Berichte vervollständigt. Es findet sich dieser Zusatz bereitsin dem Deutschen Manuscripte des Georg Alt und in den ersten Lateinischen und Deutschen bei Koberger gedrucktenAusgaben. Aus Sehedel’s Chronik wurde er, man weiss nicht, durch Wen? in des Aeneas Sylvins, (PapstesPius II.) Schrift: De Europae sub Friiierico Hl. Imperatore statu, eingeschoben. Er lautet:
Annis vero scquentibus heinricus inj ans Adens regni portugalie fines parvis limitibus contineri atpiens regnumampliare occcanum hispanicuui summis viribus ingreditur suasu et doctrina cosmographorum situs terre et maris noscen-tium , inventisque muliis et variis iusulis ab hominibus nunquam hahilatis. Inter ceteras preclaram insu laut non sine suorumletitia adnavigat , non tarnen hominibus habitatam sed fontibus irrig an m ging ui gleba refertam nemorosam incolcndishominibus aptam , ad quam diversa hominum genera eolendam immisit. Inter tarnen ceteros fructus aptissima est adprocreandum zuccarum , quod tanto fenore ibi nunc conjicitur , ut universa europa znccaro plus sofido habundei. Nomeninsnlae madera est , inde zuccarum de madera . Invenit et alias insu/as quamplurcs quas habitari laptizarique hominibusfecit ut ifisnla sancti georgti, fayal, de pico , quarum unam hominibus a Imanis ecc ßandria habitandam xoncessit, feracemtritici. Annis vero posterioribus ut anno dui 1483 iohannes secundus portugalie recc altissimi vir cor dis certas galeasomnibus ad victum nccessarus instruvcit easque ultra columnes hercuUs ad meridiem, versus ethiopiam invesligaturas misit.Prejecit autem bis patronos duos jacobum canum portugalensem et martinum bohemnm hominem fjermanum eccimrmberga superioris germame de bona bohemorum jamilia natuni , hominem inquam in coguoscendo situ terre peritissi-mum marisque pacienttssinmm , qtnque ptholomei longitudines et latitudines in occidentem ad unquem ea:perimenfo longe-vaque navigatione novit. Ih-duo bono deorum auspicio mare uicridionale sulcantes a littore non lange evagantessuperato circulo equinocciah in alterum orbem earcepti sunt , ubi ipsis stantibus orientem versus umbra ad meridiem etdeoctram projiciebatur. Aperuere igitur sua industria alinm orbem hactenus nobis incognitum et muliis annis a nnllisquam januensibus licet frustra temptatum. Peracta autem hujusmodi navigatione vicesimo sexio mense reversi, suntportugaliam pluribus ob culidtssimi aeris impatmdmm mortuis. In signum autem porlavere piper grämt paradisi mul-taque alia que lang um esset recensere. Aperto illo orbe magna piperis quantitas flandriam versus vehitur et, licet nonsit adeo rugosam nt orientale tarnen nennten jormam, et omnia ut verum, piper praese fort. Malta ea de re scribendaforent que ne tedii arguar bono respectu omisi“
Aus diesen Berichten geht hervor, dass der König Johann II. im Jahre 1484 zwei Caravelen ausrüstete, umsie auf eine Entdeckungsreise an der Westküste von Africa zu schicken. Der Conunandant der Schiffe war DiogoCäo; Martin Behaim, welcher der Expedition als Kosmograph und Astronom beigegeben war, scheint nach deinBericht bei Scliedel unter Diogo Cäo das eine der Schiffe befehligt zu haben. Nach Bebaim’s Angabe auf demGlobus blieb die Expedition 19 Monate aus, nach Schedels Bericht 2% Monate. Wir werden erstere Angabe alszuverlässiger vorziehen müssen. Die Schiffe gingen, es ist ungewiss, in welchem Monate des Jahres 1484 vonLissabon ab und erreichten am 18. Jan. 1485 ihren südlichsten Punkt, den Behaim in die Nähe des Cap der gutenHoffnung, in die Tafelbai setzt, wo man einen steinernen Pfeiler mit dem Portugiesischen Wappen aufrichtete.
Hiermit muss nun verglichen werden der Bericht, den der Portugiese Barros über die Reise des Diogo Cäodec. I, lib. I., cap. 1H. gibt. Ich füge das ganze dritte Kapitel hier wörtlich ein * 3 * J. &
„Wie das Königreich Congo von Diogo Cäo, einem Ritter ans dem Hanse des Königs, entdeckt wurde, und dieser noch zweihundert und etliche Meilen dar-über hinaus führ; eine Fahrt, auf der er drei Säulen errichtete, welches die ersten steinernen waren, und einige Leute, die durch den König zur Taufe
gelangten, aus jenem Lande mitbrachte. Und wie auch das Königreich Benin entdeckt wurde.“
»Zur Zeit, da dei König dieses Fort, S. Jorge da Mina, bauen liess, beabsichtigte er schon, dadurch von jenem ganzen Lande,welches die Neger bewohnten, Besitz zu nehmen; eine Besitznahme, durch die er seiner Krone einen neuen Staatstitel zu erwerbenhoffte, auf dass er des Segens seiner Ahnen, welche ihre Titel stets den Händen der Ungläubigen mit Gewalt entrissen, theilhaftigwürde und dessgleichen die Schenkungen in Wirksamkeit träten, wodurch die Päpste dem Infanten Don Henrique, seinem Onkel,dem König Don Aflonso, seinem Vater, und ihm Alles zugesprochen hatten, was sie vom Capo Bojador bis Indien einschliesslichentdeckten (wie oben zu lesen). Doch wollte er diesen Titel eines Herrn von Guinea erst drei Jahrö, nachdem dieses Fort S. Jorgeangelegt worden, nämlich als Diogo d’Azambuja in dies Reich zurückgekehrt war, in seinen Briefen und Schenkungen geltendmachen. Und von da an gestattete er auch nicht mehr, dass die Capitäne, die er zur Entdeckung jener Küste aussandte, an denaugenfälligsten Orten hölzerne Kreuze aufrichteten, wie zur Zeit des Fernäo Gomez geschah, als er gemäss dem Contracte, den ermit dem König Don Aff'onso abgeschlossen, die fünfhundert Meilen Küstenlands entdeckte, sondern er befahl, sie sollten eine steinerneSäule von der Höhe von zwei Mannslängen mit dem königlichen Wappenschild dieses Reiches und an den Seiten mit einer Latei-nischen und Portugiesischen Inschrift aufstellen, welche besagten, welcher König jenes Land entdecken lassen, und zu welcher Zeit undvon welchem Capitän jene Säule aufgerichtet worden sei, und oben auf der Spitze sollte ein steinernes Kreuz mit Blei eingelöthet werden.«
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3 ) Nach der Deutschen Uebersetzung von Dr. Feust: »Die Asia des Joäo de Barros in wortgetreuer Uebertragung. Nürnberg bei Theodor
Cramer. 1844.*