Urkunde I.
Schreiben des Martin Behaim (Vaters des Seefahrers) aus Salzburg an seinen Bruder Leonhard Behairn in Nürnberg .
t yhs 1455 adj. 3 martzo in saltzpurg.
Inoie xpi Mein dinst zu' vor lieber Linhart das ich wol her gen satzpg pin kumen gra dey vnd das ich mit der Wienerin zu purck-
haussen alle sach siecht hab gemacht sy meint ye wir solten 1. quintanzen haben gehabt das ir man solt zalt haben vnd sy wolt mir nichtz
haben geben dan das ich ir nach hab müssen lassen pey vj. p. da hat michel bischer gedeidingt also hat si mir fast gar zalt Item wiss alsder Michel hie ist gebest mit den z. samm do hat er den dunecker dy kost nit zalt gehabt vnd ist alsso weg vnd der wirt fodertz nun anmir also hab ich gesprochen es treff mich nit allein an sunder ich wol ewchs schreiben tryft pey 3 pfunt du das es im bezalt werd dar vmbred mit dem oham ich hab ime auch wol verschriben vnd las mich ein antwortt wissen so verstee ich wol das nichtz endlichs von schuldenhie ist wir sint gtzunt 8 tag hy gebest so ist auch gtzunt kein recht hie gebest von der herrn wegen man hat den pischoff von passaw annegsten suntag hie gebeicht do sind vil herrn pey gebest hertzog ludwich pischolf von regenspurg von kimsse vnd fast auch vil herrn alsowol wir nit lenger hie beleihen vnd reitten als hewt hie aus so seyn wir ob den prieffen gebest vnd haben' sy vber lessen so find wir wol
das das haus zu rostat ledig ist worden ytzunt zu sant jorgen tag do wol wir besehen ob wir ein kauflman dar zu mochten finden vnd
wollens verkauften wie wir mugen so hab wir sust auch schulden zum hellein vnd rostat da nemen wir prieff vber vnd Wollen mit in rechtenob wir doch etwas von in mochten pringen es hat der meisner zu mal vil gewantz hy das furt man hin ab gen pettaw so ist M. fischergebanl scliir als nas worden. Itm wiss das es noch nit f'rid ist worden in kernten vil leicht das es nit verricht wirt so zieh wir wider herauss vnd werden auff partolomey zu lanlzhut sein wirt es aber verricht so mein ich nit das wir als pald her auss kumen aber doch will ichdichs wol wissen lassen.
Itm schick zu dem ulrich sneider von j. swarzen fels wegen oder mider ist mir vber pliben an mein wamas ich fodertz an im alsich weg wolt do sprach er ich solt dar nach schicken also hab ichs vergessen vnd henck meine kleider vnter weillen auss an luft wen duzum *) 1. h. pist das sy nit verderben vnd leg wermut dar zw vnd rieht fast alle sach eben auss nach dem pesten vnd als ich dir fastwefolhen hab als du dan wol weist was ich dir sagt als du mit mir h’aus reitzt. Nit mer weis ich dir ytzunt zu schreiben dan got seymit vns allen gruss mir dy trauen dein swiger vnd dein weib vnd das gantz haussgesind alles zu mal ser schreib mir oft datum ad. ditozu eillen. Mertein Peheim salutj.
Urkunde II.
Brief von Leonhard Behaim, dem Oheim des Seefahrers, an seinen Bruder »Merlein geheim zu saltzpurg oder woe er sey."
t yhs. 1455. ad. 16 luio in Niit;.
Mein dinst wiss zu vor lieber Mertein dein wol mügen vnd gesunthayt hört ich allzeit gern von dir.
- Wiss lieber Mertein das mir dein prilf wol ist worden so schreibstu vor wie das du etlich pff gen saltzpg geschickt hast pey denM. fischer vnd sust aber sy sint mir nit worden ich hei dir sust dy 2 seiden gewantz langst gen saltzpg gesanl aber sy werden als heuthie auss gien.
*) Zuerst halte Behaim pey geschrieben, was er ausstrich und zum verbesserte. Das 1. h. scheint lieber Herr zu bedeuten. Wahrscheinlich ein OheimBehaim’s und Chef der Handlung, bei dem er im Hause wohnte.
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