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Corpus iuris & systema rerum metallicarum oder neu-verfasstes Berg-Buch, bestehend aus allerhand so alten als neuern collectaneis von Bergwercks-Sachen ... / [Johannes Deucer, Christoph Entzel]
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Das LXiJ* Capittel»

Vsm Zttktfyfftt

A MISä# 5 Amethystus » cttt AlMhyst/ist ein viol-farbenes Edelgestein.Plinius im 57» Buch Capittel 9. sagt/ DesAmethyst habe fast eine Weinfarbe»

Aber ehe er dieselbe annehme / sehe erwie Violen auß / und sey sein Purpur-Glantz nicht gantz feurig / sondern fallein die Weinfarbe ab.

Der Ort / va der Amethyst gezeugetwird / wie bemclttr Plinius will / ist Imdien / und die daher gebracht werden/ sinddie besten / und die haben eine recht hohePurpur-Farbe. Welche die Färber zuüberkommen tichtttt und krachten.

Weiter gibts noch eine Art / die fichtfast auß wie Hyacinth / welche Farbe dieIndianer Sacron / das Edelgestein aberstlbst Sacodion benennen.

Noch gibts eine dritte Sorte I bie et-was Hellerist/ und Säpmos oder Paranitesheißet. ,

Die vierdte Gattung hat eine Farbewie Wein. ^ _

D»e fünffre kommt fast eurem Crystallgleich / in dem sie gleich voM Purpur abrfält ins weiße / solche nennen etliche Pai-delotas , andere Anterötas. Viele heissensGammam Veneris j (Den VeNUssteiN)AMe#thysten giebts uberdieß auch. Das stei-nigte Arabia/ Armenien / Aegypten/Galätien / Tarsen und Cypern. Aberalle diese sind von geringem Werth undnicht sonderlich fein. Die vielerlei)Schwätzer und Geheimnüß,Kündiget sa-gen / der Amethyst sey gut wider dieTtttnckenheit / und die böse Gedanekcn;mglcichen wider Zauberey / auch sey erdienlich / wann jemand grossen Herrenauffzuwarten hat / auch könne ver Hagelwo er ist / nicht einschlagen- Schlißli-chen V 0 M ArrtethystiZorttej oder Amethystsähnlichen Carbunckel habe bereits obengehandelt. Jedoch von der Amethyst-Farbe eigentlichenBcschaffenheitgibt- Pli-nius bericht im an Buch/Cap. 8- und im9. Buch/Lap;8- und 41. Schlechte Ame-thysten findet mau auch hm und wieder inBöhmen; auch hats in BergwertkettFlüsse den Amethisten allerdings sehr ähn-lich,

Das Capütel.

Vm Hyacinth n ©teilt.

H yacinthus , ein Hyacinth. Ist einEdelgestein vöm Amethyst darin un-terschieden / daß dieser eine dichte hoheviolfgrbe hat / jener spielet zwar auch al-so/ aber die Farbe ist etwas blässer/erstlieblich anzuschauen / verliert sich überüuß den Augen / ehe man sich satt ge-sehen / versähet und verschisscr also bäl-der als die verweichliche Blum gleichesSamens / wie Plinius, Mich davon re-

det im 57. Buch / Cap. 9. und 8o!iMSGap.Es kommt aber der HyacinthUnd Chrysolith ju uirö auß Lrhiopien oderMohrenland / Indien / Arabien» Unssetzen die Mader drey Arten davon / röth*lichen/ Citronfarbrn/ und Spießglaß»ähnlichen. Albertus hat nur zwo Gat-tungen / nemlich wässerichen / weil itauß dem gelben ins Weiße spielet / oderauß dem rothen in die Wasserfarbe ab-schießet ; und ein Sapphierähntichen/der übcranß hell. und durchsichtig auchrecht dichtgelb ist.. Daher nennen wirihn ein Sapphir--Hyacinth / so in Mohrrenland erzielet wird»

Seine Tugend belangend / bringt erSchlaff /, »st gut wider Gisst / machtden Menschen frölich/ siarck das Hertz.Mehrers übergehe mit Willen / weilmirs gar zu abergläubisch und zaube-risch vorkommt. V0M Hyacsochizonteoder einem rlyacinthähnlichem Gesteinwill bald hiernach Meldung thun / Undzwar im Capittel vom Beryll. ZU NM-cken aber noch / daß die alten Stern-kündiger den Pryacinso dem Jupiter zu-gecigntt.

Das txlv. Lapittel.

VdM Chrysolith.

As Edelgestein / Chrysolith ge-,nannt/ wird neben dem Hya*)cinth auß MoHrenläfld in hiesi-ge Qemr gebracht / U. s. f. erhat eine schimmerende Goldfarbe und istdurchsichtig / davon er dann auch bettNamen empfangen / wie Pliniüs beiher#ckct im. Buch / Capittel. $>. unv 12. So-linus im Polyhütorc Cäp. Nennet ihn

vermuthlich Chrysolampin, welches Ge-stein jedoch im angeregten Buch/ Cap. so,zwar auß Mohrenlanv herholet / dochsey er des Tags bleich /. bey Nacht aberFeUerfarbig. Gerade als auch Albertusschreibet / Chrysolith sey ein Goldfarbi-ges Edelgestein / daß in den Morgen-stunden lustig schilUmere/ die übrigk Tags-Zeit aber lasse er etwas davon vach/unv sehe sich selbst nicht Mehr ähnlich.Vom Feuer leide es Schäden / Und kom-me um seinen Glantz / weils davon sichentzündet und angestclt werde. Er setztirberdiß demselben noch andere Arten andie Seiten / Nemlich eine güldene Mar-chasit / wie er sie nennet / oder Kieß/lmdnoch em himmclblckrlich-Und röthlrchesGestein. SeinerKrafft uNd TUgettd nacherweckt der Chrysolith gute muntere Gei-ster / vertreibet »NelaNcholische Trauriakejt/Und nächtliche Gespenster / heilet Kratztund Geschwärt / mäßiget die Hitze beymFieber. Ovidius dichtet im r. seiner ver-wändlungs Bücher von einem Wagender Sonnen auß Chrysolith herrlich ge-fertiget/ wie folget-

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Aurcus