Christoph Entzels Tractat,
Aureos axis erat , temo, aureus, aurea-summte ,
Curvatura rotae , radiorum argenteusordo,
Per juga Chrysolithi, positaeque ex or-dine gemmae,
Clara repercusso reddebant LuminaPhoebo.
Das ist / .
Achs/ Deichst! / und Gcsthrn warGold / die Felgen alleV-n purem Silberwerck; da»nit dcrGlantz auch pralleAuff stme Sonn zurück / st» warsGeschirr zu lege/tflic Lhrvsollch tmd sonst mit vielJuwel» besttzt.
Das i-xv. Capittel.
Vorn Srnaragd.
Em Schmaragd gebührt um vie-lerley Ursach willen billig unter denEdelgcsteinen die dritte Stelle / undweil er in keine Farbe eigentlich spielet /fält er denen Augen desto lieblicher. Dannkein Gräßlem ist so lustig und grün / keinKrautlein so anmuhtig und frisch / keinZweiglein so niedlich und ergetzlich / keinWasserst lauter und hell / der Smaragdüberspiclets. Über diß füllt kein Edelge--siein die Augen st-gar und fallt st trefflichwol ins Gesicht wie der Smaragd / undman siehet sich seyn doch nimmer satt. Jawann man sich anderer Dinge müde gese-hen und geblendet ist / so kan dieser wiedererquicken / und bringt das verstöhrete Ge-steht wieder zurecht. Es bemercket aberPlinius im Z7. Buch/Cap. 5. und SolinusCap. 2.0. dessen zwöisserley Arten. Ncm-lich Smaragd/denersagter Plinius im ge-melten Buch/Cap. i«. auch sonst Limonia-renheisset/ist
i. Scythischer / und dieser zwar der köst-lichste unter allen. Keiner ist st sprödeund der weniger Mangel hätte als er-Man kan ihm im geringsten nichts an-haben oder verletzen / st gar hart ist er.Wiewol man schlciffet auch die andernnicht. Daher kommt die Sage / daßihn die Greiffen bewahren sollen.
II. Bactrianischer / Den gewinnet man inden Fugen zwischen andern Steinen/wann die Hundstags-Winde nunwe-'hen. Dann um solche Zeit schimmernsie unter der Erden hervor und sind ver-rathen. Dann die Hundstags-Wmdeverstöbern den Sand oben weg / daßder Boden bloß dalieget.
III. Aegyptifcher/ wird in der Gegend derStadt Thebe (Thebaidis) in denen Hü-geln und harten Felsen gewonnen.
iv. Cyprischer / so manchfarbig und fastkisensrau.
V. Attischer / nicht sonderlich reich oderfett / sondern fast mager / fernt schönerals er nahet. Man trifft ihn auch gernauff Silbergruben an.
VI. Äthiopischer oder Mohrenländischer.Die stgenanke aussgeschwelte Llermio-nes, und außbündig schöne Persianischegehören auch mit in diese Classe.
Vii. Medischer / grün satt / bißweilcn ist.er auch Sapphier ähnlich.
Viii Carchedom'er oderChalcedonier. Mannennet ihn auch 8maragditen , Sma-ragdmhnlichen.
ix. Eine Art/Tanss bmamstt/ auß Per«sien kommend.
X. Sieilischer.
xi. Lakonischer / kommt dem auß Medengleich.
XII. Chaleosmarngdus ( kupftl igtr SnM-ragd) wird auff denen Kupffergruben inCypern gewonnen. So hats auch stnltviel falsche Smaragde.
Noch findet man Steine so anff dereinen Helffee Smaragden/ auff der an-dern ists noch Jaspis / weil die darin«nige Jalpische Feuchtigkeit noch nichtgäutzlich umgcarret. Auch macht manfalsche Smaragde auß Crystall. Siemüssen mit sauern Wein gewaschen wer-den / und liegen gern in grünem Del.Die schlechtere Gattungen trifft man inKupffergcbirgen an / auch hier zu Land.
’ So schreibet Albertus / man finde der-gleichen auch in Sclwtt -und Engeland/solcherlei) wüchsen in Kupffei'-Gängen/bißweilen auch unter Wasser an denenMeerklippen. Wie dem allen / st sindetliche Smaragde dunckel / blinde ge-nannt / etliche dicht und undurchsichtig/etliche wölckicht/ ficckicht und gcmibtt/etliche enthalten kleine Härlein / Saltz,körnlein und einen blcischwciffigen Un-rath in sich / andern mangelt sonst was.Die beste Form daran ist / daß sie gleichgeschliffen seyen / und kein Theil dasandere beschertet. Der beste Schmaragdaber ist / dem weder das Liecht noch derSchatten den Glantz benimmt. Zu Tan-germünde in der Schloßkirche werde»Smaragden gezeiget von ungcimimrGrösse / und sehr köstlich. Er hat dieKrafft an sich / dem Gisst zu widerste-hen /, und allen vergisstigen DingesMan sagt/wann ein gisstiges Thier dieAugen gerade auff diesen Stein wirfst/st werde es blind. Auch bewahret ervor der fallenden Sucht /heilt den Aus-’■ sttz / streckt das Gesicht und Gedachtnüß.Die Begierde zum Beyschlafs dämpfteter / ja er soll gar unter solcher fleischnchexVermischung an Finger bersten. Es istauch nicht zu vergessen/ daß die asten