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Das Haus Peter Behrens / mit einem Versuch über Kunst und Leben von Kurt Breysig
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Rousseau? Losung in ihrem verneinenden teilenach Kräften verwirklicht und hat der Kulturals einem das Leben zur 5chönheit steigerndenZwange abgesagt. Diese Erabrede dürfen wirihm halten, ohne es deshalb schelten zu wollen.

Denn es hat unser wissen so unerhört bereichert,es hat auch da? wissen um die Wirklichkeit fürdie Kunst so sehr verschärft, daß e? eitel Un-dankbarkeit wäre, wollten wir ihm grollen.

Über alle 5tredenden, alle vorwärtsbringendensoll doch eine tiefe Lreude beseelen, dass da?fahrhundertende einen Umschwung herbeiführte.

Nietzsche , der Naumeister schimmernderSedanken-paläste, Röcklin, der Maler der grotz gesehenen,grötzer wiedergespiegelten Natur, Vuvi? de Eha-vannes, der 5chöpfer zarter, stiller, edler Lräume,unter diesem Dreigestirn ist die fugend der neuenKultur herangereift. Nil unser lehnen aberzittert in dem einen Wunsche, datz die da kommen, den grossen nicht 5chande machen,welche ihnen die Nahn bereitet haben.

Denn unermesslich viel bleibt zu hoffen, bleibt zu thun. Dass in der Wissenschaftder Eedanke Herr über die Neschreibung werde und sie au? einem 5elbstzweck wiederzum Werkzeug mache, dass in der Kunst da? Urrecht der Eantasie über die knechtischeNachahmung der Natur siege, ist vielleicht schon heute gesichert. Nder ob auch da? Lebenwieder eine neue Linie erhalten könne, ist eine weit bangere 5orge. Nuf den 6renz-marken zwischen Kunst und Werktag wird auch diesmal wieder die Entscheidung fallenund alles ist daran gelegen, ob auch die Menschen Kraft gewinnen, sich wieder zumKunstwerk umzuschaffen, ob eine einheitliche Welt- und Lebensanschauung wieder Machterlange über die Semüter und ob au? geistigem 5chaffen und vollem 5ein wieder eineKultur werde.

Dass in den dicht hinter uns liegenden Jahrzehnten die reine und die angewandteKunst so verschiedene Wege gingen, ist für die vollkommene Unfähigkeit diese? Zeitalter?zu solchem Werke bezeichnend, in dem Lager der reinen Kunst hat der Wirklichkeits-drang dieser fahrzehnte mit unverächtlicher 5tärke sein Werk gefördert und vollendet, indem der angewandten aber kam es in Ermangelung aller, aber auch aller schöpferischenKraft zu einer langen Reihe von wiederausgradungsversuchen. Und was man Umschreibenhätte nennen sollen, dem suchte man durch den schönen Namen historischer Kunst einen5chein eigenen Rechte? zu leihen. Neide Zweige der Zweckkunst, Nau- und Zierkunst,teilten dieses trübe 5chicksal und die Nlätter, die für da? letzte halbe fahrhundert im Ruchder Kunstgeschichte ihnen offen standen, haben sie leer gelassen. Denn Niemand wird anden blassen und oft sehr übel zusammengestellten Kopien, die sie mit unsicherer Hand dorteingetragen haben, auch nur einen Zug eigener Handschrift nachweisen können, we? 6eiste?Kind diese fahrzehnte waren, spricht sich in der bequemlich-leeren Nehaglichkeit ihrerNlltags-Volstermöbel und der nüchtern-kahlen Zweckmäßigkeit ihrer Eisenbauten noch amerträglichsten aus.

Zu den glücklichsten Vorzeichen der neuen Newegung gehört, dass sie begonnen hat,mit diesen üblen Ueberlieferungen zu brechen. In England, wo man wenigsten? im Land-hausbau die Folgerungen au? den Lehren der naturalistischen Kunst zu ziehen gewagthatte, hat unter dem Einfluss der praerafaelitischen Malerei, einer der wenigen 5tilketzereiende? neunzehnten sahrhunderts, die Zierkunst zuerst eine entgegengesetzte, eine stilisierende

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ItM-veschläge aus gronre.

isos. i v. r.