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jenen Werken, die, um es mit einem klangvollen Wortezu sagen, in Löcklins Hamen geschaffen worden sind, denDrang zur Vereinfachung, zur Lushöhung der form undzur Entfesselung der fantasie von den Landen der Natur-Nachahmung. Lder sie sind höchst bezeichnend für dieseneinen Menschen. 5ie erzählen davon, dass ihr Urheber durchalle hörte und herdigkeit des Naturalismus hindurch-geschritten ist, nicht ohne von ihr dies Line zu lernen:auf alle Eitelkeit billigen Slanzes zu verrichten. Dennin ihrer aschfarbenen Zurückhaltung drückt sich eine be-mühte Nbsage an eine Leihe von Kunstmitteln aus, denendie Nrt des Künstlers abgewandt ist und die er lieber ganzausmerzen, als zu einer nur mittleren Wirkung verwendenwollte. Um so stärker tritt so die Kraft der Linie hervor,ohne dah sie auf anderem als koloristischen Wege dem Zielezustrebte. Dieser so ganz edeln, so ganz vornehm un-aufdringlichen formen-Wahl entspricht der Seist dieserLildnisse. Lines von ihnen stellt eine junge frau dar,deren reines, edles Lntlih in den entscheidenden Linienmit vollkommener 5icherheit wiedergegeben ist. Diese Lafeiist an sich eines der köstlichsten Zeugnisse für die Kühnheitdes Übergangs, den unsere junge formen-kunst aus dem altennaturalistischen Lager in ihr eigenes neues vollzog. Die Dameist im Kostüm geschildert, aber der Umhang, der in ganzmodischem 5chnitte sie schmückt, ist bedeckt mit einem fremd-schönen 5chilf-0rnament, das auf den Irottoirs der Linden oder der Ludwigs--5trshe noch nieein sterbliches Luge gesehen haben könnte. Das strahlend klare DIau der Dugen entspricht derWirklichkeit, aber der archaisch-strenge karakter. den der einfarbige hinter-6rund wahrt, drücktsich auch in der treffsicheren Vereinfachung der Linien und färben des Kopfes aus. Ein anderesLild, der Kuh geheihen, mischt mit derselben starken Einfachheit Wirklichkeit und 5teigerung,5toff und form. Das Sesicht des kleinen Durschen, das gar nicht aufgehöht ist, zeigt allekindliche Ihumbheit seines Liters: dem der jungen frsu aber, die ihr Kind küht, ist alleweihe der Mutter-Liebe aufgeprägt durch den wundervollen Einfall, der den Künstlerihre Lugen fast ganz geschlossen malen lieh, und durch die edle Vereinfachung, die auchhier alle formen und färben mit dem hauch hoher, wählender Kunst umwittert. 5elbstOtto Erich hartledens weinfröhliches Sesicht, das doch nur in stiller, sich selbst und dieWelt belächelnder Komik nachdenklich und betrachtsam erscheint, ist auf einem dieserLildnisse zu medaillenartiger feierlichkeit aufgehöht. Eines aber offenbaren diese Werkealle in ganz unaufdringlicher, darum doch um so beredterer 5chweigsamkeit: dah hier deretwas schwere und spröde, aber im tiefsten innern nachhaltig lodernde Ernst deutscherLrt einen seltenen Lund mit dem Drang zur reinen form, zur hohen Kunst eingegangen ist.
Zelbst aus diesen Werken nicht angewandter Kunst klingt ein Ledenton, der zurZteigerung des Lebens leise lockt. Der 5ieger, einer der am stärksten stilisierten Holzschnittevon Lehrens, predigt 5tärke und die frsuen-Lildnisse verkünden unausgesprochen eineLotschaft, die heute wie frohes flüstern von Mund zu Munde geht: dah nur die Ehehohen 5innes dem Lunde zwischen Mann und weid alle Kräfte und alle Schönheitenabzulocken vermag, die er dem wissenden spenden kann. Eine ganze Seneration vonKünstlern hat in der Zügellosigkeit ungebundenen Zigeunerlebens oder in der frag-würdigsten der Eheformen, in der Modell- und kellnerinnen-heirat, das rechte 6lück fürden frei 5chaffenden erkennen wollen, und eine Ehe zu führen galt fast als ein Lekenntnis