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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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mit hohen und auch getrennten Bäumen, bald mit ge-drängten Wäldern, bald mit niedern Gebüschen und auchmit Gebäuden belebt werden.

Der Teich verlangt eine geschloßene Pflanzung, keineAussieht und keine Gebäude: beim Teich wohnt Ein-samkeit, eine stille schwärmerische Ruhe, und sein wah-rer Schmuck ist Einfachheit.

2.

Bei den Seen in Gärten tritt aber oft der Fallein, daß man diesen auch mit dem besten Willen nichtdie gehörige Ausdehnung geben kann und man dahergendthiger ist, seine Zuflucht zur Täuschung zu nehmen,welches auf folgende Weise erzweckt werden kann:

An den offenen Stellen, wo sich das Auge in dieFerne verliehet, müßen die Ufer ganz nieder, und fastmit dem Wasserspiegel wagrecht gehalten werden, da-mit das Auge über beide Flächen und ohne eine deut-liche Ufer - oder Scheidungs-Linie gewahr zu werden,wornach die beschränkte Größe des Sees bemessen wer-den könnte, hinweg gleiten kann. Es dürfen auch keineBaume, keine Gesträuche, keine Gebäude an solchenStellen statt finden, weil man durch ihre bekanntenGrößen gar leicht die unbekannten durchs Vergleichenfinden würde. Eine einzige ioo Fuß hohe Eiche, anden Ufern eines SeeS, würde diesen sehr verkleinern*).

) Observation» on the Theorie and practice of I.audscapegardeniug etc. Don Hr. Repcon, da ist dieser Gegen-stand umfassend abgehandelt worden.

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