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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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84
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lich genaue Folge geleistet werde» kann noch darf,weil er ja nur wie gesagt, die großen Hauptformenund ihre Lagen anzugeben vermag. Er kann nur zeigen,welche Scenen die Garten-Anlage aufnehmen soll; wodie Hügel, die Thaler, die Seen, die Teiche, dieWasserfalle, die Brücken, die Tempel rc. ungefähr her-vorgehen und wo sie ihre Stelle finden müßen.

6 .

Daö Instrument, mit welchem die großen und klei-nen Umrisse in der Natur im großen Maaßstabe ge-zeichnet werden, ist ein 5 bis 6 Fuß langer i| Zoll imDurchmesser dicker runder Stab, der unten mit einereisernen Spitze versehen seyn muß, um die Linien indie Erde zu ritzen. Diesen Stab hält der Zeichner(Siehe die die dargestellte Fig. Tab. 1.) mit der rech-ten Hand oben und mit der linken gegen unten, oderauch umgekehrt, und zwar so, daß die eiserne Spitzerückwärts gegen die Erde gekehrt ist. In dieser auf-rechten Haltung, mit dem vorwärts nach der bestehen-den Lokalität und den bereits durch den Plan bestimm-ten Hauptpunkten, denen seine Linie (im Fall sich keineHindernisse entgegenstellen) begegne» soll, hingerichtetemBlick folget er dann mit starken Schritten der schd-uen Wellen-Linie nach, die ihm seine geübte Einbil-dungskraft vorbildet und gleichsam vor ihm herschwe-ben läßt.

Sein rückwärts gekehrter Zeichcnstab, den er mitfester Hand führet und dessen Spitze auf die Erdedrückt, ritzt ihm diese Schdnheits-Linie ganz mechanischund ohne daß sich der Zeichner mehr darum zu beküm-mern, oder rückwärts zu sehen braucht, in den Bodenein, worauf dann hinter ihm nach, durch 2 Arbeiter